Zuständigkeiten

Das Ökoreferat hat seinen Arbeitsbereich in den umweltpolitschen Themen an der eigenen Uni, in Berlin und darüber hinaus. Wie sieht die Arbeit in diesem Bereich auf den unterschiedlichen Ebenen aus? Generell werden Projekte für den Umweltschutz durch das Bereitstellen von Räumen und Technik unterstützt, aber auch eigenständig geplant und mitorganisiert.

Unterstützte Gruppen und Initiativen

HUBschrauber (anerkannte Initiative des Studierendenparlaments)

Keine Lust auf die teure Fahrradwerkstatt? Geht das Licht am Fahrrad nicht, schleift die Bremse oder ist die Kette gerissen, hilft der „hubSchrauber“, die Fahrradselbsthilfewerkstatt der HU.

Initiative: Fahrradselbsthilfewerkstatt "hubSchrauber"
Adresse: Geschwister Scholl-Str.7 / Hinterhof (bei der Turnhalle am Weidendamm)
Homepage: hubSchrauber
Mail: hubschrauber@refrat.hu-berlin.de
Tel. (Werkstatt): 2093-4169
Öffnungszeiten: siehe Homepage

Food Coop (anerkannte Initiative des Studierendenparlaments)

Eine Food Coop ist eine Kooperationsgemeinschaft, deren Mitglieder gemeinsam bei Bauernhöfen und Großhändlern Bio-Lebensmittel bestellen. Auf diese Weise wird gutes Essen für jedes Mitglied günstiger und es kann direkt bei regionalen Höfen bestellt werden. Es finden regelmäßig Treffen statt, bei denen sich Interessierte informieren können.

Adresse: Keller am Platz der Märzrevolution
Facebook: https://www.facebook.com/pages/HU-Food-Coop/283730255130836
Mail: food_coop@mail.de

Nachhaltigkeitsbüro (anerkannte Initiative des Studierendenparlaments)

Das studentische Nachhaltigkeitsbüro initiiert und koordiniert Innovation in den Bereichen Lehre, Forschung, Verwaltung und Kommunikation. Es arbeitet als Schnittstelle zwischen Studierenden, Lehrenden und der Universitätsverwaltung und übernimmt Aufgaben der Kommunikation, Vermittlung und Beratung.

Mail: nachhaltigkeitsbuero@hu-berlin.de
Web: nachhaltigkeitsbuero.hu-berlin.de
Facebook: facebook.com/hunbuero
Treffen: Wöchentlich im Raum 4076, 4. Stock, Friedrichstraße 191,
10117 Berlin. Termininfos online.

Veranstaltung am 3.12.: Parodierte Transzendenz. Eine Kritik der Esoterik.

Vortrag mit Ansgar Martins.
3.12.2015, 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Raum 2097

Auch in der entzauberten Moderne geht es offensichtlich nicht mit rechten Dingen zu. Der aufklärerischen Ratio hielt die Romantik die Entdeckung des Unbewussten entgegen. Als der Bürger an die unsterbliche Seele nicht mehr glauben konnte, ging der Spiritismus daran, sie wissenschaftlich zu beweisen. Wo sich Menschen als sinnlose Rädchen des gesellschaftlichen Getriebes erfahren, versprechen Ideologien von „Einklang“ und Selbstfindung tiefere Gründe.

Obwohl diese sich bei näherem Hinsehen als reichlich trivial erweisen sind spirituelle Praktiken, „ganzheitliche“ Medizin oder Waldorfpädagogik heute zutiefst gesellschaftlich verankert, mit avantgardistischem Ruf und wissenschaftlichem Selbstverständnis ausgestattet. Sie liefern in ihren „höheren“ Einsichten aber bloß Parodien von Transzendenz.

Indem sie Scheitern und Erfolg mit Kosmos und Karma in Verbindung bringen, glorifizieren esoterische Theorien die Zustände, gegen die sie protestieren wollten, und werden zum mythischen Nachplappern des Vorhandenen. Entweder wird das existierende Elend als verkannte Erlösung verkauft oder verschwörungstheoretisch als Plan böser Mächte ausgegeben. Ein Kult der Authentizität und Unmittelbarkeit macht vergessen, dass die Pathologien der Moderne historisch geworden und gesellschaftlich produziert sind. Glücklicherweise gibt es auf dem esoterischen Marktplatz für alles einen Gegenzauber.

Der Vortrag versucht eine Darstellung und Kritik esoterischer Denkgebäude.

Ansgar Martins studiert Religionsphilosophie, Soziologie und Geschichte in Frankfurt am Main und hat verschiedentlich zu den Themen Esoterik, Anthroposophie, Rassismus und Nationalsozialismus publiziert, u.a. auf waldorfblog.wordpress.com

Veranstaltung am 16.11.15: Entspannt in die Barbarei

Vortrag und Diskussion mit Jutta Ditfurth
Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 2097


In ihrem 1996 erschienen Buch "Entspannt in die Barbarei: Esoterik, (Öko-)Faschismus und Biozentrismus" beschäftigte sich Jutta Ditfurth mit den Berührungspunkten von Umweltbewegung, Ökoszene, New Agern und der "neuen" sowie alten Rechten. In ihrem Vortrag betrachtet sie die Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre und illustriert sie mit ausgewählten Beispielen.

Die Referentin ist Soziologin, Autorin. Sie war Mitgründerin und von 1984-88 Bundessprecherin der Grünen, die sie 1991 verließ. Ein Teil der Gründe dafür erschließt sich aus vorgenanntem Buch. 1991 ist sie Mitglied der Ökologischen Linken und hauptsächlich außerparlamentarisch aktiv. Seit 2001 vertritt sie ÖkoLinX-Antirassistische Liste als Stadtverordnete in Frankfurt/Main.

Aktuell arbeitet und engagiert sie sich vor allem zu Antisemitismus, Querfronten und neuer völkischer Massenbewegung.
In diesem Zusammenhang steht auch eine Klage gegen sie von Jürgen Elsässer, einem früheren Linken und heutigem Protagonisten dieser Bewegung, passionierter Schwulenhasser sowie Herausgeber der Querfrontpostille Compact-Magazin. Ihr wurde untersagt, ihn als »[verboten] Antisemiten« zu bezeichnen. Sie hat jetzt Verfassungsbeschwerde eingereicht.

Eine Veranstaltung des Referats für Ökologie und Umweltschutz im ReferentInnen-Rat (gesetzl. AStA) der Humboldt-Universität zu Berlin. www.refrat.de/oeko - oeko@refrat.hu-berlin.de

Veranstaltungsplakat

Veranstaltung am 8.7.15: Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann (Veranstaltungsflyer 4MB)
Am Mittwoch, 8.7. 2015, 18h30
Humboldt-Universität, Hauptgebäude, Raum 1070

Warum wir mit „unserer Wirtschaft“ nie eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Gesellschaft erreichen werden

Alle sind für Umweltschutz, aber die Müllberge werden immer größer. Alle sind für soziale Gerechtigkeit, aber Kinder- und Altersarmut nehmen zu. Alle wünschen sich mehr freie Zeit zum Leben, aber müssen immer mehr und länger arbeiten. Niemand will die Krise, aber keiner kriegt sie in den Griff. Es mangelt nicht an gutem Willen, dieser verhängnisvollen Dynamik etwas entgegen zu setzen. Doch immer wieder stoßen entsprechende Initiativen an unüberwindlich scheinende Grenzen. Wunsch und Wirklichkeit in dieser Gesellschaft gehen oft so weit auseinander, dass sich die Frage nach ihren grundsätzlichen Konstruktionsfehlern aufdrängt. Diese liegen in einem Wirtschaftssystem, das nur funktionieren kann, wenn es buchstäblich die ganze Welt seinen Zielen Wachstum, Arbeit und Profit unterwirft. Gegen den Kapitalismus sind viele. Aber haben sie auch etwas von dem verstanden, das diesem -Ismus den Namen gibt - vom Kapital? Der Referent beleuchtet grundlegende Funktionsweisen des Kapital-ismus und wirft dabei auch einen kritischen Blick auf oberflächliche Formen eines nur vermeintlichen „Antikapitalismus“ sowie auf gut gemeinte „Alternativvorschläge“, die regelmäßig an der Funktionsweise „unserer Wirtschaft“ scheitern. Will man eine bessere Welt schaffen, muss man erst einmal verstehen, wie die jetzige tickt.

Lothar Galow-Bergemann war langjähriger Personalrat in zwei Großkliniken und schreibt u.a. in Jungle World, konkret und auf www.emafrie.de


  • geändert:23.10.17, 18:16