Beratung

Uns ist bewusst, dass weder chronische Erkrankung noch Behinderung oder Beeinträchtigung die passenden Begiffe sind, um die Vielzahl der Möglichkeiten, aber auch Einschränkungen, die sich daraus ergeben, fassen zu können. Trotzdem möchten wir alle Menschen beraten, die sich davon betroffen fühlen und unsere Beratung in Anspruch nehmen wollen. Wir verfolgen dabei den Peer-to-Peer-Ansatz d.h. Studenten_innen beraten Studenten_innen. 

Wir beraten Studierende wie Abiturienten*innen mit chronischer Erkrankung und/oder Behinderung u. a. zu folgenden Themen:

  • Zulassung zum Studium
  • Umgang mit Lehrenden, Prüfungsbüros, etc.
  • eingeschränkte Studier- und Prüfungsfähigkeit
  • Präsenzpflicht
  • Härtefallanträge
  • Nachteilsausgleiche
  • Integrationshilfen
  • längerfristige Unterbrechung des Studiums und Wiedereinstieg
Wir sind selbst betroffen oder sind durch den persönlichen Umgang mit Betroffenen sensibilisiert. Wir unterliegen der Schweigepflicht.

Wir arbeiten eng mit den anderen Beratungen des Studentischen Sozialberatungssystems zusammen und können euch in vielen Lebenslagen unterstützend zur Seite stehen.

Wir möchten die Lehrenden an der HU Berlin einladen, sich über das "Studium mit Behinderung / chronische Erkrankung" zu informieren: 
  
http://www.fu-berlin.de/service/behinderung/FU_Info_fuer_Lehrende.pdf


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HU-Leitung torpediert studentische Beratungen 

und schadet damit dem Hochschulbetrieb


Mit Erschrecken haben wir zur Kenntnis genommen, dass die HU-Leitung demnächst Miete von den studentischen Beratungen verlangen möchte. Begründet wird das von der Unileitung damit, dass die von uns abgedeckten Beratungsgebiete angeblich nicht zu den Kernaufgaben einer Universität gehören würden. Diese Aussage löst bei uns – vorsichtig ausgedrückt – Verwunderung aus, denn auch durch unsere Beratungen erhält die HU über die leistungsbezogene Mittelvergabe bzw. die Hochschulverträge mehr Geld. Damit ist es eindeutig eine Aufgabe der Hochschule!


Doch der Reihe nach. Die Verfasste Studierendenschaft der HU leistet pro Jahr deutlich mehr als 12.000 Beratungen. Das ist bei einer Gesamtstudierendenzahl von etwa 40.000 Studierenden (HU + Charité) ein erheblicher Anteil des jährlich anfallenden Beratungsbedarfs.  Davon entfallen etwa 8.700 Kontakte auf die Kernberatungen, wie etwa Studieren mit Kind, Internationale Studierende, Semestertickbüro, BAföG- und Studienfinanzierung, Enthinderungsberatung, Antidiskriminierungsberatung oder die prüfungsrechtliche Beratung. Diese Beratungen richten sich an Studierende der HU, sie unterstützen Studierende und macht damit ein reibungsloses Studium für viele erst möglich. Allein hier fällt es schwer zu argumentieren, warum die HU diese Beratungsfelder nicht als Aufgabe einer Universität anerkennt. Wenn sie sich nicht verantwortlich sieht, wer denn dann?


Darüber hinaus leisten unzählige Menschen in Fachschaften viel unerfasste Beratungsarbeit, die für viele, auch angehende Studierende, enorm wichtig ist. Die Einführungsveranstaltungen für Erstsemester fast aller(!) Studienfächer sind ohne das ehrenamtliche und damit kostenlose Engagement hunderter Aktiver in Fachschaften überhaupt nicht mehr möglich. Nur durch ihre gute Arbeit ist für viele der Einstieg und die Orientierung im Studium um einiges leichter.
All diese Beratungen zusammengenommen unterstützen Studierende bei ihren alltäglichen Problemen, mit denen sie im Studienalltag konfrontiert sind. Sie sorgen wesentlich dafür, dass Studierende ihr Studium betreiben können, dass die Studienfinanzierung gesichert ist oder dass sie nicht aus ihrer Wohnung fliegen. Es gibt Unterstützung für Studierende, die zum Beispiel wegen Kindererziehung, chronischen Erkrankungen / Behinderungen oder auch Lohnarbeit eine Mehrfachbelastung neben dem Studium haben. Sie tragen damit zu einer diversen und inklusiven Hochschule bei.

Folglich sorgen die vielen Beratungen dafür, dass Studierende ihr Studium schaffen und nicht abbrechen müssen. Dadurch sinkt die Abbruchquote, einem Hauptindikator für die Effizienz des Lehrbetriebs. Und wenn diese sinkt, steigt das Geld, dass die Hochschulen über die sog. Leistungsbezogene Mittelvergabe bzw. über die Hochschulverträge bekommen. Anders ausgedrückt:  Durch uns bekommt die HU seit Jahren hunderttausende Euro mehr. Und zum Dank sollen wir zukünftig Miete zahlen? Wir sollen Miete zahlen für Kernaufgaben der Hochschule? Wir sollen Miete zahlen, dafür, dass wir uns so oft weit über unsere bezahlte Arbeitszeit ehrenamtlich engagieren? Wir sollen Miete zahlen, weil die HU bei Einführungsveranstaltungen durch uns Geld spart? Die Uni ist für die Studierenden da, nicht gegen sie. Und dafür stehen die Beratungen, Fachschaften und die Verfasste Studierendenschaft. Die Unileitung hat diesen Gedanken offenkundig vergessen.


Darüber hinaus würde ein Mietzins dazu führen, dass in den Beratungen Stellen eingestampft werden müssten. Alle Beratungen arbeiten aber schon lange weit über der Belastungsgrenze. Folge wäre, dass sich das wichtige Beratungsangebot verkleinern würde und so weniger Studierende es wahrnehmen könnten. Das dürfte mittelfristig zu einem Ansteigen der Abbruchquote führen. Absurd.
Es zeigt sich, dass Einigen an der HU nicht bewusst zu sein scheint, dass die Universität von den vielen studentischen Beratungen der Verfassten Studierendenschaft sowie die Fachschaften in einem hohen Maß profitiert.   


Doch damit nicht genug! Wegen der Blockadehaltung der HU-Personalabteilung sind derzeit zwei Stellen im SSBS nicht besetzt, wodurch es zu reduzierten Sprechzeiten kommt. Leidtragende sind unsere Ratsuchenden, was die Uni leider nicht interessiert. Beschwerde deshalb bitte an die dafür verantwortlichen Personen richten!


Sabine Kunst, Präsidentin HU
https://www.hu-berlin.de/de/einrichtungen-organisation/leitung/praesident/standardseite


Ludwig Krohnthaler, Vizepräsident für Haushalt HU
https://www.hu-berlin.de/de/einrichtungen-organisation/leitung/vph-vizepraesident-haushalt-personal-technik/standardseite


Entgegen der Pressemitteilung von Sabina Kunst ist es nicht der PRstudB der die Weiterbeschäftigung verhindern möchte. Vielmehr ist der "Einstellungs- und Weiterbeschäftigungsstop" eine personalpolitische Entscheidung der Universitätsleitung, um Geld einzusparen. Viele Studierende sind in ihrer Existenz bedroht. Wir bitten euch um Solidarisierung mit allen Betroffenen. 


Zum Thema: Artikel TAZ



Sprechzeiten und Kontakt

Berater_innen: Antje

Achtung: 

Wir sind ins Hauptgebäude der HU umgezogen! 

Neue Adresse: Unter den Linden 6, Raum 1025 (Ostflügel, Erdgeschoss)

 Sprechzeit April bis Juli:

Mittwoch 10.00 bis 14.00

+++Achtung+++

Die Beratung am 22.05.19 wird auf den 21.05.19 vorverlegt 
und findet von 07.30 bis 11.00 statt.

Am 19.06. findet die Beratung von 10.00 bis 13.00 statt.

Am 25.06.19 biete ich eine extra Sprechstunde von 08.00 bis 13.00 an.

Vom 01.07. bis 05.07. gönnt sich die Enthinderungsberatung eine Auszeit (Urlaub)!

***

In der Zeit von April 2019 bis Juli 2019 sind wir nicht 
in der Allgemeinen Sozialberatung in Adlershof anzutreffen.

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Sprechzeit März, August, September

Mittwoch 10.00 - 14.00

***

Wir beraten offen, d.h. ohne Terminvergabe.  

 Um eure Lage richtig einschätzen zu können, bringt bitte eure Bescheinigungen mit 
 (Atteste, Krankschreibungen, Krankenhausaufenthalte, Rehaaufenthalte, 
 Nachteilsausgleiche, Schwerbehindertenausweis, Bescheide, usw.). 
 Wir unterliegen der Schweigepflicht.

Unsere Beratung kann keine Rechtsberatung ersetzen!

***

Telefon


030 2093 466 37

Telefonisch erreichbar sind wir nur während der Sprechzeiten. 

Falls ihr nicht durchkommt, schreibt uns eine Mail (gern auch mit Rückrufnummer).

Email

beratung.enthinderung@refrat.hu-berlin.de

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Mails nicht täglich lesen und beantworten können.

Adresse

Humboldt-Universität zu Berlin
 Unter den Linden 6
 10099 Berlin

 Raum 1025 
(Ostflügel, Erdgeschoss)

Unsere Räumlichkeiten sind barrierefrei!


Bitte beachtet auch die Sozialberatung in Mitte und Adlershof


Bitte beachtet auch den
Stammtisch für Studierende mit Beeinträchtigung
Wo
? im Ludwig in Neukölln
(Anzengruberstr.3, 121043 Berlin)
Wann
? jeden letzten Mittwoch im Monat

 


 


Informationen rund um das Studium mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung


AKTUELLES
:

+++ neue Rechtssprechung:
Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus wegen Behinderung – Agoraphobie mit Panikstörungen – Studierunfähigkeit


+++
Die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks lädt zum Seminar "Berufseinstieg mit Behinderungen und chronischen Krankheiten" für Studierende sowie Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen vom 20.-23. August 2019 nach Köln ein.

Alle Informationen findet Ihr hier

+++ Der RefRat unterstützt Studenten_innen mit Beeinträchtigungen und erstattet dir
die Semesterticketgebühren. Den Antrag für das SoSe 19 reicht ihr beim Semtix ein. Die Frist wird voraussichtlich am 01.01.2019 starten und am  14.02.2018 enden. Wie immer gilt eine Nachfrist von zwei Wochen.

Zum Formular und genaueren Infos gehts hier.

+++ Schwerinordnungsausweis

+++ Bafög für schwerbehinderte Studentin erstritten

+++ Wenn die Behinderung zum Nachteil wird

+++ Psychosoziale Auswirkungen seltener chronischer Krankheit

+++ Schutz vor Benachteiligung aufgrund chronischer Erkrankung

INFOMATERIAL "Studium mit Beeinträchtigung":

+++ Online Bibliothek des IBS zum Thema "Studium mit Behinderung"

+++ "Chancengleichheit ist selbstverständlich": Leitfaden für Lehrende

+++ Handbuch Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks

+++ Studentenwerk Berlin:
        Sozialberatung
        PBS: Psychologische Beratung
        BBS: Barrierefreies Studieren

+++ Behindertenbeauftragte*r:
        Behindertenbeauftragter der TU

 ANDERE BERATUNGEN:

+++ Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des DSW
+++ BIK: Easy Checks (Anleitung für eine erste und einfache Prüfung von Webseiten auf Barrierefreiheit)

+++ Mobidat (Datenbanken zur Zugänglichkeit öffentlicher und privater Einrichtungen in Berlin)

+++ Stottern und Selbsthilfe

+++ Patientenverfügung schützt vor psychiatrischem Zwang und Entmündigung: PatVerfü
 
+++ washabich.de: hier könnt ihr eure Befunde von Medizinstudenten in eine 
leicht verständliche Sprache übersetzten lassen.

ANZEIGEN:

+++ Pflegeleichte ROLLSTUHLFAHRERIN in Spandau bietet im Rahmen eines Mini-Jobs einer nicht-professionellen Pflegeassistentin meine private Versorgung zum Stundenlohn von 14,00 € an. Mein Anforderungsprofil für die Tätigkeit in der Grundpflege besteht aus tgl. morgens 2 Stunden in der Zeit von 08.00 h bis 10.00 h: Hilfe aus dem Bett in den Rollstuhl - WC-Gang - Körperhygiene - Bekleiden -  Frühstück zubereiten, sowie persönliche Assistenz einer ganzheitlichen Unterstützung, die mich in die Lage versetzt meinen Tagesablauf für ein selbstbestimmtes Leben selbst zu gestalten. Bewerbungen unter: ursula.freedom@online.de

+++ Die Wochenzeitung "der Freitag" plant einen Beitrag über die psychischen Probleme junger Studierender. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Frage gelegt, ob sich diese Probleme in den letzten Jahren verschärft haben und öfter auftreten; und wenn ja, woran das liegen könnte. Dafür würde der Redakteur gerne mit einer betroffenen Person sprechen, die von ihren Erfahrungen mit Depressionen oder anderen psychischen Problemen während des Studiums berichten möchte (natürlich anonymisiert). Bei Interesse meldet euch bitte bei Johannes: jo_simon@gmx.net



  • geändert:20.05.19, 06:51