2009

Abwanderung der Studierenden nach Österreich hausgemacht


Pressemitteilung vom 14. Oktober 2009

Viele Studierende zieht es zunehmend in die Alpenrepublik. Gerade
Problemfächer wie Medizin, Zahnmedizin und Psychologie sind beliebt bei
den Auslandsstudierenden. Ein Grund sind die Zulassungsverfahren an
Deutschen Universitäten.

So wurden z. B. In Berlin 2003 ein
flächendeckender NC eingeführt und 2005 wurde das Zulassungsverfahren um
das Hochschuleigene Auswahlverfahren erweitert. Dadurch sind die NCs
überall in die Höhe geschossen (HU Berlin: Sozialwissenschaften 1,1;
Philosophie 1,2 usw. FU ähnlich). Jeder, der nicht über ein solches Abitur
verfügt, muss sich auf lange Wartezeiten von bis zu 12 Semestern gefasst
machen.

Tobias Roßmann, Referent für Lehre und Studium des ReferentInnenrates der
HU Berlin sagt:
„Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, dass Studierende ihr
Glück im deutschsprachigen Ausland suchen.“

Aber es kommt noch schlimmer: Bei Studienfächern wie Medizin (NC 1,1)
besteht mittlerweile selbst über die Wartezeit ab einem Abiturschnitt von
2,0 keine Chance mehr auf einen Studienplatz, da die Wartezeit auf 16
Semester beschränkt wurde.

„Das ist ein eindeutiger Eingriff in die grundgesetzlich garantierte
Berufsfreiheit. Studierwillige haben gar keine andere Chance, als ins
Ausland auszuweichen.“ meint Tobias Roßmann

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  • erstellt:27.04.10, 14:07
  • geändert:09.12.10, 21:02