HU trennt sich von Markschies in beiderseitigem Einvernehmen
Pressemitteilung vom 8.September 2009
Präsident Prof. Dr. Dr. hc Christoph Markschies kündigte in der heutigen
Sitzung des Akademischen Senats an, dass er für eine weitere Amtszeit
als Präsident der HU nicht zur Verfügung steht.
Präsident Prof. Dr. Dr. hc Christoph Markschies kündigte in der heutigen
Sitzung des Akademischen Senats an, dass er für eine weitere Amtszeit
als Präsident der HU nicht zur Verfügung steht.
Er wolle sich wieder stärker auf die Wissenschaft konzentrieren. „Lieber
ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, findet Silvia Gruß,
Vertreterin der Studierenden im Akademischen Senat der HU. Unklar
bleibt, wer Markschies erwähnte Befürworter_innen einer erneuten
Kandidatur sind. Denn selbst viele seiner ehemaligen Unterstützer_innen
sind hinter vorgehaltener Hand vom Präsidenten Markschies abgerückt.
„Wir werden uns aktiv um geeignete Kandidat_innen bemühen, die hinter
der Gremienuniversität stehen und sich gemeinsam mit allen Statusgruppen
über die Zukunft der Universität auseinandersetzen wollen.“, so Gerrit
Aust, Referent für Hochschulpolitik an der HU.
Einige Kritikpunkte an Markschies Amtsführung sind:
intrasparente Verteilung von Geldern am Strukturplan vorbei
Aushöhlung der Verfassung durch Einführung von Parallelstrukturen
mangelndes Engagement bei den Hochschulvertragsverhandlungen, trotz
gravierender Probleme
Weiterer Diskussionspunkt war die Auftaktfeier zur Eröffnung des 200
jährigen Jubiläums der HU. Nach Planung der Unileitung war ein
Redebeitrag der Verfassten Studierendenschaft nicht vorgesehen.
Begründung des Präsidenten war, dass generell keine Vertreter_innen der
universitären Organe sprechen sollten. „Dies ist symbolhaft für die
Politik der vergangenen Jahre, die Universität in eine Präsidialdiktatur
umzubauen.“,sagt dazu Gerrit Aust. „Dass wir erst einen Antrag stellen
müssen, um auf der Veranstaltung sprechen zu dürfen, obwohl dies eine
Selbstverständlichkeit sein sollte, führt zu dem Schluss, dass kritische
Stimmen bei der Feier nicht erwünscht sind.“, so Silvia Gruß weiter.
