Fußballprofi redet an der HU entgegen studentischer Interessen
Pressemitteilung vom 17.Juni 2009
Während Räume für Studierende an der Universität immer knapper werden
und
immer seltener frei verfügbar sind, stehen sie für Fußballprofis, die
sich
in Zeiten der Krise zu Wirtschaftsfragen äußern, ganz selbstverständlich
und jederzeit offen.
So wird heute der Fußballnationalspieler Christoph Metzelder um 10 Uhr
in
der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität,
Spandauer Straße 1, Raum 201 zum Vortrag erscheinen. Die Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat eingeladen und Metzelder ist
aufgerufen
für mehr Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Wettbewerb innerhalb
der Bildung und schließlich zur Bewältigung der Wirtschaftskrise
Position
zu beziehen.
Während Räume für Studierende an der Universität immer knapper werden und
immer seltener frei verfügbar sind, stehen sie für Fußballprofis, die sich
in Zeiten der Krise zu Wirtschaftsfragen äußern, ganz selbstverständlich
und jederzeit offen.
So wird heute der Fußballnationalspieler Christoph Metzelder um 10 Uhr in
der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität,
Spandauer Straße 1, Raum 201 zum Vortrag erscheinen. Die Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat eingeladen und Metzelder ist aufgerufen
für mehr Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Wettbewerb innerhalb
der Bildung und schließlich zur Bewältigung der Wirtschaftskrise Position
zu beziehen.
Marie Melior vom ReferentInnenrat der Humboldt-Universität meint dazu: „Es
ist nicht nur skandalös, dass man den Studierenden zunehmend ihre Räume
vorenthält, sondern zudem schlicht eine Unverschämtheit, Räume der
Universität dann für Veranstaltungen zu nutzen, die hinter dem Deckmantel
Chancengleichheit anzustreben eigentlich nur noch rücksichtsloseres
Effizienzdenken im Bildungsbereich durchsetzen wollen.“
Der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft geht es um mehr Wettbewerb,
mehr Effizienz, mehr Tempo und mehr Standortdenken im Bildungsbereich.
Einer solchen Initiative in den Räumen der Universität Raum zu geben,
stellt einen ganz besonderen Affront gegenüber Studierenden dar, da viele
Studierende zur Zeit im Rahmen des Bildungsstreik explizit gegen eine
solche Kommerzialisierung von Bildung und für ihre Freiräume kämpfen
müssen. Marie Melior dazu: „Mit den Argumentationen, wie sie von der
einladenden Initiative bezüglich Bildung geführt werden, wird direkt gegen
die Anliegen der Studierenden gearbeitet“.
Der ReferentInnenrat der HU rechnet damit, dass Studierende heute und in
den Folgetagen massiv ihren Protest gegenüber einer solchen Veranstaltung
und Tendenzen, die einem freien Zugang zu Bildung derart im Wege stehen,
kund tun werden.
