HU schließt für 4 Monate Bibliothek und sortiert Bücher aus
Pressemitteilung vom 19.Mai 2009
Die Humboldt-Universität will vermutlich mehrere 10.000 Bücher entsorgen.Grund ist die Zusammenlegung von mindestens 13 Bibliotheksstandorten in
das neue Grimm-Zentrum. Da viele Titel in mehreren Zweigbibliotheken
präsent sind, soll beim Umzug eine sog. Dublettenreduzierung erfolgen. Das
heißt, mehrfach vorhandene Exemplare werden aus Platzmangel entsorgt. Die
Situation ähnelt der der FU Mitte 2008, als mindestens 130.000 Bücher
durch die Zusammenlegung von Bibliotheken angeblich „überflüssig“ wurden.
Pressemitteilung vom 19.Mai 2009
Die Humboldt-Universität will vermutlich mehrere 10.000 Bücher entsorgen.Grund ist die Zusammenlegung von mindestens 13 Bibliotheksstandorten in
das neue Grimm-Zentrum. Da viele Titel in mehreren Zweigbibliotheken
präsent sind, soll beim Umzug eine sog. Dublettenreduzierung erfolgen. Das
heißt, mehrfach vorhandene Exemplare werden aus Platzmangel entsorgt. Die
Situation ähnelt der der FU Mitte 2008, als mindestens 130.000 Bücher
durch die Zusammenlegung von Bibliotheken angeblich „überflüssig“ wurden.
Tobias Roßmann, Referent für Lehre und Studium sagt: „Waren die Zustände
an den Bibliotheken was die Ausstattung betrifft bisher schon unzumutbar,
wird die Situation jetzt miserabel. Zur Prüfungszeit werden sich nun
deutlich mehr Studierende um ein Buch streiten müssen, als das bisher der
Fall war.“
Ein weiteres Problem ist die lange Schließungszeit der einzelnen
Bibliotheken während der Zusammenlegung. Diese fällt mit bis zu zwei
Monaten extrem lange aus. Außerdem betrifft dies den
Hauptbearbeitungzeitraum für Modulabschlussprüfungen. Folglich müssen
unzählige Studierende auf die Literaturrecherche verzichten. Wie die
Prüfungen ohne eine funktionierende Bibliothek ablaufen sollen, darüber
schweigt die HU bisher.
Tobias Roßmann hierzu: „Es ist vollkommen unklar, wie Studierende im
Sommersemester für ihre Prüfungen lernen sollen. Eine bestandene
Modulabschlussprüfung ist aber meist Voraussetzung für das Belegen der
Folgeveranstaltungen, so dass es zu Studienzeitverlängerungen kommen
wird.“
