2009

Streiken auf deutsch – an der HU läuft nichts ohne Vertrag


Pressemitteilung vom 18. Mai 2009

Der geplante Bildungsstreik versetzt die Leitung der Humboldt-Universität in Angst und Schrecken, sie befürchten die Kontrolle über den Protest zu verlieren. Daher soll nun eine Sicherheitsvereinbarung zwischen den Studierenden und der Universitätsleitung abgeschlossen werden, damit sie auch zu Streikzeiten die Leitung der Universität nicht an die Studierenden abgeben müssen. So hat selbst Streiken was mit Ordnung und Sicherheit zu tun...

Die Unileitung wünscht sich, dass bestreikte Häuser Verantwortliche benennen, der Wachschutz über Aktionen informieren wird und seine Arbeit nicht erschweren oder verhindern wird. Dass allen Mitearbeiter_innen der Humboldt-Universität ein freier Zugang zu ihren Arbeitsplätzen gewährt bleibt, damit der Betrieb der Universität ohne Einschränkungen weiter laufen kann. Dass Studierenden zu Hause schlafen und nicht in der Uni. Und dass sie natürlich auch nichts kaputt machen, den Brandschutz beachten und bei Havariefällen u.ä. dem Wachschutz oder verantwortlichen Mitarbeiter_innen unbedingt Folge leisten. Wenn nachdem Streik noch aufgeräumt wird, damit es nicht zu teuer wird und die HU Reinigungskosten spart, dann findet selbst die Unileitung die Bildungspoteste vertretbar.

Fazit: solange Protestaktionen niemanden hindern zur Arbeit zu gehen, sie nicht zu laut sind und nachher wieder aufgeräumt wird –  kurz gesagt: solange der Streik nicht stört und unangenehm auffällt, dürfen Studierende auch an der HU auf die Barrikaden.
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  • erstellt:19.05.09, 15:41
  • geändert:09.12.10, 21:09