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Aufruf zur Unterstützung des studentischen Streiks

Seit einigen Monaten befinden sich die studentischen Beschäftigten der Berliner Universitäten und Hochschulen in Tarifverhandlungen mit den Unileitungen. Nachdem diese keine befriedigenden Ergebnisse lieferten, haben die Gewerkschaften GEW und ver.di die studentischen Beschäftigten zum Streik aufgerufen. Der erste Warnstreik wird am 16.1. ganztägig stattfinden.

Wir rufen die studentischen Beschäftigten der Humboldt-Universität auf, sich an dem Streik zu beteiligen und ihre Kommiliton*innen und Kolleg*innen, sich zu solidarisieren! Seit 17 Jahren hat es keine Anpassung des Lohns an die steigenden Inflationsraten und Lebenshaltungskosten gegeben, sodass auch eine Beschäftigung als studentische Hilfskraft nicht mehr annährend zur Studienfinanzierung reicht. Seit Beginn der Tarifverhandlungen haben die Berliner Hochschulen kein Angebot vorgelegt, das die Situation der Hilfskräfte auch nur annährend ändern würde. Das einzige Mittel, das bleibt, um den Hochschulen zu zeigen wie sehr sie auf studentische Hilfskräfte angewiesen sind und weiteren Druck auf sie in den Tarifverhandlungen auszuüben, ist der Streik. Auch alle anderen Studierenden bitten wir darum, ihre Kommiliton*innen zu unterstützen. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten:
    
    - kommt zur Streikkundgebung am 16.1. um 14 Uhr auf dem Bebelplatz, dort werden auch die Streiklisten der Gewerkschaften ausliegen.
    - am 15.01. um 16 Uhr findet erneut ein Treffen der Streikgruppe in der Ziegelstr. 4/5 statt, der Raum wird ausgeschildert sein
    - unterschreibt die Solidaritätserklärung: https://tvstud.berlin/solidaritaet/
    
Durch den Streik kann es auch zum Ausfall einiger Lehrveranstaltungen oder zu Unregelmäßigkeiten im Bibliotheksbetrieb kommen. Wenn das der Fall ist, richtet euren Ärger bitte nicht auf die Streikenden, sondern beschwert euch bei den Verantwortlichen im Präsidium der HU, die durch ihre mickrigen Angebote in den Tarifverhandlungen den Streik erst provoziert haben. Ein passender Adressat ist beispielsweise Ludwig Kronthaler, der Vizepräsident für Haushalt, Personal und Technik (vph@hu-berlin.de) oder die Präsidentin, Sabine Kunst (praesidentin@hu-berlin.de).

Um die Auswirkungen auf Studierende möglichst abzufedern, hat die "Kommission für Lehre und Studium" des Akademischen Senats der HU alle Institute dazu angehalten, alle Einzelanträge auf Fristverlängerungen für Hausarbeiten wohlwollend zu behandeln. Außerdem kann sich jede Person immer für den 2. Prüfungszeitraum anmelden, unabhängig davon, ob sich für den ersten angemeldet wurde. Falls ihr außerdem Fragen bzgl. eures Bafög-Anspruchs während des Streiks habt, sei nochmal auf die Erklärung der Bafög-Beratung verwiesen, die ihr hier findet: https://www.refrat.de/article/49.html
Zuletzt dokumentieren wir noch den Streikaufruf ( https://tvstud.berlin/2018/01/streikaufruf/ ) und die Forderungen ( https://tvstud.berlin/forderungen/ ) der TVStud-Kampagne.
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  • erstellt:10.01.18, 23:19
  • geändert:10.01.18, 23:32