{"id":700,"date":"2021-10-22T10:39:48","date_gmt":"2021-10-22T08:39:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/?p=700"},"modified":"2021-10-22T10:39:51","modified_gmt":"2021-10-22T08:39:51","slug":"der-wunsch-nach-unheil-huch92","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/2021\/10\/der-wunsch-nach-unheil-huch92\/","title":{"rendered":"Der Wunsch nach Unheil &#8211; HUch#92"},"content":{"rendered":"\n<p>| von Hannah Noa |<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Funktionsweisen und Strukturen neurechter Onlinemedien gilt es in ihrer Tragweite und Einflussnahme zu beobachten und analysieren. Eine Nachrichtenkommunikation, wie sie der publizistische Arm der Neuen Rechten betreibt, transportiert t\u00e4glich faschistische Logiken und hetzerische Ressentiments, indem er sie in seiner Berichterstattung in Kausalbeziehung zum tagespolitischen Geschehen setzt. Digitale R\u00e4ume d\u00fcrfen in Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen gegen Rechtsextremismus nicht ausgeklammert werden und die narrativen Zerrbilder vergangener, gegenw\u00e4rtiger und zuk\u00fcnftiger Gesellschaftsverh\u00e4ltnisse m\u00fcssen von links konterkariert werden. <\/em> <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/01-02-1024x687.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-701\" width=\"545\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/01-02-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/01-02-768x515.jpg 768w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/01-02-1536x1030.jpg 1536w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/01-02-2048x1373.jpg 2048w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/01-02-24x16.jpg 24w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/01-02-36x24.jpg 36w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/01-02-48x32.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px\" \/><figcaption>Bild: Loup Deflandre<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wir begeben uns t\u00e4glich in digitale R\u00e4ume, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten oder um Medien zu konsumieren. Die Entscheidung dazu geht beinahe intuitiv und unbewusst vonstatten. Dort angekommen geht es \u00e4hnlich bedenkenlos weiter. Die Bandbreite an Inhalten in diesen R\u00e4umen l\u00e4sst sich im Vorhinein nur schwer eingrenzen und oftmals steht das Bewusstsein dar\u00fcber, was lieber ungesehen geblieben w\u00e4re, am Ende des Ablaufs. Zu oft gab es sie schon, diese Morgen: Die Augen sind noch m\u00fcde, gerade noch im Traum gewesen roll&#8216; ich mich r\u00fcber zu den Schlagzeilen \u00fcber einen Anschlag oder rekordverd\u00e4chtige Inzidenzwerte. Oder ich habe vors\u00e4tzlich bis zum Fr\u00fchst\u00fcck gewartet, um dann doch einen kurzen Blick auf die Twitter Timeline zu werfen und habe mit einem Mal Ulf Poschardt neben mir sitzen, der haltlos ein Hufeisen so laut auf den Tisch knallt, dass die Tassen klirren und den Rest des Tages ein leichter Tinnitus bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom\nInternet geht schon lange eine gro\u00dfe gesellschaftspolitische\nBedeutung aus. Nur vereinzelte Stimmen w\u00fcrden diese wohl noch\nernsthaft bestreiten wollen und trotzdem wird sie ihm nicht gen\u00fcgend\nbeigemessen. Die Potenziale von Sozialen Medien werden oft auf ihren\npopkulturellen Gehalt reduziert oder von Kulturpessimist_innen als\nbeliebte Symptomtr\u00e4ger f\u00fcr alle gegenw\u00e4rtigen Probleme verhandelt.\nPop ist cool, aber die inhaltliche Tragweite von digitalen R\u00e4umen\ngeht weit dar\u00fcber hinaus: Likes und Shares nehmen nicht selten einen\n\u00e4hnlichen Einfluss darauf, welche Themen mit Relevanz versehen\nwerden, wie Bundestags- oder Feuilletondebatten. Sie sind pr\u00e4gend\nf\u00fcr den politischen Diskurs und somit spielen sich auch Prozesse der\nMeinungsbildung und Politisierung vermehrt digital ab. Das \u00bbreal\nlife\u00ab wird immer mehr im Internet erz\u00e4hlt, und das Internet\nmaterialisiert sich im \u00bbreal life\u00ab. Davon auszugehen, es handle\nsich um zwei voneinander unabh\u00e4ngige Entit\u00e4ten, ist daher\newiggestrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Neue\nMassenmedien ziehen auch neue Formen der Wahrnehmungsorganisation\nnach sich und setzen Menschen in neue Beziehungen zueinander, das\nbeobachtete schon Walter Benjamin seinerzeit.<sup><a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><\/sup>\nSie nehmen Einfluss darauf, welche Informationen sich reproduzieren\nund mit Relevanz versehen werden, wor\u00fcber diskutiert wird und\nwor\u00fcber nicht. Vor dem Zeitalter des Internets wurden Geschehnisse\nf\u00fcr eine \u00d6ffentlichkeit in ihrem Belang entlang journalistischer\nNormen und Mindeststandards abgewogen. Die mittlerweile so\nselbstverst\u00e4ndliche Eigenschaft sozialer\nMedien, Blogs und Co. liegt jedoch genau darin, dass Inhalte meist\nohne Pr\u00fcfung durch eine redaktionelle Instanz produziert und\nver\u00f6ffentlicht werden k\u00f6nnen. Diese Niedrigschwelligkeit und\nFreiheit bringt viele Vorteile mit sich, f\u00fcr deren progressive\nNutzung sich hier unz\u00e4hlige Beispiele auflisten lie\u00dfen. Soziale\nMedien erm\u00f6glichen es, hegemoniale Sprecher_innenpositionen\naufzubrechen, Wissens- und Ideenproduktion von eurozentrischen und\npostkolonialen Institutionen zu entfesseln und Informationen einer\nbreiteren Menge zug\u00e4nglich zu machen, als es je ein Medium zuvor\nkonnte. Marginalisierten und entrechteten Personengruppen gelingt es\nimmer wieder, \u00fcber soziale\nMedien ihren Realit\u00e4ten und Forderungen ein Sprachrohr zu\nverschaffen. Auch emanzipatorischer Widerstand durch\nSelbstorganisation von unten oder Prozesse gesellschaftlichen\nUmdenkens erlebten im letzten Jahrzehnt oftmals ihre Initialz\u00fcndung\nin digitalen R\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nsoziale Teilverlagerung auf das Internet hat demnach auch\nAuswirkungen darauf, wie Informationen und Nachrichten rezipiert und\nweitergetragen werden. Im Vergleich zu analogen Medien ist die\nReichweite nicht mehr durch Lokalit\u00e4t oder Abonnements begrenzt und\npotenziert sich durch die rasche Interaktions\u00f6konomie von sozialen\nMedien wie von allein. Soziale Medien und Online-Zeitungen dienen\neiner breiteren demographischen Skala als vorrangige\nInformationsquellen und lassen Fernsehen und Printmedien nicht nur\nsprichw\u00f6rtlich alt aussehen.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>Was\naber, wenn Informationen vors\u00e4tzlich ausgespart und Nachrichten\nihrem Kontext entrissen werden, um sie mit verschw\u00f6rungsideologischem\nund rassistischem Gehalt zu versehen? Wenn Berichterstattung dazu\ndient, faschistische Logiken zu plausibilisieren, anstatt\naufzukl\u00e4ren? Eine Schattenseite sozialer\nMedien als demokratischer Hoffnungstr\u00e4ger ist die, dass sie sich\nebenso als Angelbecken rechtsextremer Rekrutierung und Propaganda\neignen. Ihre M\u00f6glichkeiten sind somit auch zum zentralen Motiv\npolitischen Handelns geworden, insbesondere durch die\nEmotionalisierung von Nachrichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele\nOnlinemedien der Neuen Rechten \u00bbgeben vor, Nachrichten zu liefern,\ndie anderswo verschwiegen werden.\u00ab<sup><a href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a><\/sup>\nSie speisen die immer gleichen Feindbilder und Bedrohungsmythen in\nihre Berichterstattung ein mit dem Ziel, sie zu normalisieren und das\nBewusstsein ihrer Rezipient_innen langfristig zu beeinflussen. Die\nAutor_innen dieser Online-Zeitungen erwecken den Eindruck, dass ihre\njournalistischen Beitr\u00e4ge zum alleinigen Ziel haben, ihre\nLeser_innenschaft in Alarmbereitschaft und einem andauernden\nAusnahmezustand zu halten. Den Effekt von kompromisslosen\nAufmerksamkeitsbem\u00fchungen der extrem Rechten beschreibt Bernhard\nWeidinger: \u00bbWas Leser- und Seher_innenzahlen in die H\u00f6he treiben\nsoll, macht die Konsument_innen gleichzeitig anf\u00e4lliger f\u00fcr die\nimmer gleichen \u203aL\u00f6sungen<em>\u2039<\/em>\nvon rechts: abwerten\nund aufr\u00fcsten,\nausgrenzen und einmauern.\u00ab,<a href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a>\nwomit er auch Boulevard-Zeitungen der rhetorischen Beihilfe\nbezichtigt. Kriterien der Wahrheitsfindung f\u00fcr eine informierte\nAufgekl\u00e4rtheit von Leser_innen, die einem demokratischen\nMedienschaffen als Grundlage dienen sollten, werden damit\nuntergraben. Die eigene Weltanschauung wird zum Ma\u00dfstab f\u00fcr die\n\u00dcberpr\u00fcfung von Fakten, w\u00e4hrend alles, was die gef\u00fchlten\nWahrheiten nicht best\u00e4tigt, als Verschw\u00f6rung empfunden wird.<a href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a>\nEntlang von Selbstimmunisierung und Leugnungsreflexen entflammte in\nder Coronapandemie eine alte Liebe zwischen Rechtsextremismus und\nVerschw\u00f6rungsideologie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nInszenierung von Angst und Bedrohung ist darin ein zentrales Mittel.\nSie f\u00fcgt sich in das Muster tradierter Faschismen ein, die sich an\nden jeweiligen Massenmedien ihrer Zeit bedienten. Die Beschw\u00f6rung\neines <em>nationalen Niedergangs<\/em>,\nSzenarien eines <em>Volkstods <\/em>oder\neiner <em>Umvolkung<\/em>\nentlang rassistischer und antisemitischer Erz\u00e4hlungen \u00fcber Film und\nRadio dienten der NSDAP dazu, ihre faschistischen Fantasien zu\npropagieren und Gr\u00e4ueltaten politisch zu legitimieren. Theodor W.\nAdorno konstatierte der rei\u00dferischen Demagogie neurechter\nAkteur_innen im Kontext zunehmender Wahlerfolge der NPD im Jahr 1967\neinen \u00bbWunsch nach Unheil\u00ab,<sup><a href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a><\/sup>\nder insofern zentral ist, als  sie aus der beschworenen Katastrophe\nihre Existenzberechtigung sch\u00f6pfen, um sich in der Konsequenz als\n\u00bb<em>Retter der bedrohten Nation<\/em>\u00ab\ninszenieren zu k\u00f6nnen.<sup><a href=\"#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nstrategische N\u00fctzlichkeit, die f\u00fcr rechtsextreme Ideologie von der\nAneignung von Medien ausgeht, ist also an sich kein neues Ph\u00e4nomen.\nWie sie sich jedoch durch Online-Kommunikation und digitale Medien\naktuell wieder in realpolitisches Kapital wandelt und neue Formen von\nrechtsextremem Aktivismus hervorbringt, ist ein zentraler\nUntersuchungsgegenstand der aktuellen Rechtsextremismusforschung. Um\ndie heutigen Entwicklungen zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die\nAnf\u00e4nge des Modernisierungsprozesses neonazistischer Organisierung. \n\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nazipropaganda\nim Netz \u2013 how it started, how it\u2019s going<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als\nBill Gates das Internet 1993 als \u00bbnur einen\nHype\u00ab bezeichnete, hatten technisch versierte Neonazis bereits das\nComputernetzwerk \u203aThule Netz\u2039 gegr\u00fcndet. Es bestand aus\nComputer-Mailboxen, in die sich per Modem bundesweit Neonazis\neinw\u00e4hlen konnten, um Daten auszutauschen und verschl\u00fcsselt zu\nkommunizieren.<sup><a href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a><\/sup>\nIm Jahr 1995 gr\u00fcndete ein ehemaliges Ku-Klux-Klan-Mitglied das Forum\n\u00bbStormfront\u00ab. Es bot einen Umschlagplatz f\u00fcr Waffen und\nInformationen f\u00fcr militante Rechtsextreme. NPD-Chef Udo Voigt\nernannte 1996 \u00bbdie verst\u00e4rkte Nutzung\u00ab des Internets zu einem\n\u00bbHauptziel der Partei\u00ab. (Zur Erinnerung: Angela Merkel erkl\u00e4rte\ndas Internet nicht ungef\u00e4hr zur selben Zeit zum Neuland, sondern 17\nJahre sp\u00e4ter). Manche Dinge \u00e4ndern sich nie: Schon damals setzte\nder Verfassungsschutz bei seinen Mitarbeiter_innen auf\npraktische Erfahrung im rechtsextremen Milieu, sowie ideologische\nKongruenz. So zahlte das bayerische\nLandesamt f\u00fcr Verfassungsschutz ihrem \u00bbverdeckten Ermittler\u00ab Kai\nD., dessen rechtsterroristisches Umfeld bis zum NSU reichte, \u00fcber\neinen Zeitraum von zehn Jahren f\u00fcr den Aufbau des \u203aThule Netz\u2039\nund technisches Equipment rund 150.000 D-Mark, w\u00e4hrend dieser\nAnti-Antifa-Artikel und Fotos politischer Gegner_innen in das\nNetzwerk einspeiste und zu einem der einflussreichsten Neonazis\nS\u00fcddeutschlands wurde<sup><a href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a><\/sup>.\nAuch NSU-Helfer Ralf W. verhalf der Szene zu Onlinepr\u00e4senz, indem er\nmit Netzspeicher24.de Neonazigruppen einen sicheren\nDatenspeicherplatz bot. Seitdem w\u00e4chst das \u203abraune Netz\u2039 stetig\nan, und dies um so mehr, seit die technischen Anforderungen und\nKosten eines breiten Onlineauftritts immer geringer ausfallen. Auch\nwenn die anf\u00e4nglichen Netzwerke und Foren in ihrer technischen\nUmsetzung teils sperrig waren, so war ihr Vernetzungspotenzial damals\nschon nicht zu untersch\u00e4tzen und legte den Grundstein f\u00fcr die\ndigitale Infrastruktur der heute aktiven Neuen Rechten. Die Rolle des\nInternets erwies sich als entsprechend zentral in der Metamorphose\nzur Neuen Rechten. So wies die Soziologin Jessie Daniels 2009 in\nrichtiger Annahme darauf hin, dass das Internet sich zum wichtigsten\nBest\u00e4tigungsfeld der Neuen Rechten entwickeln w\u00fcrde, mit dem ein\nMeinungsumschwung in rechtsextremen Kernfragen bewirkt werden sollte.\n \n<\/p>\n\n\n\n<p>Die\ngezielte Indienstnahme von digitalen Medien f\u00fcr die politische\nKommunikation der Neuen Rechten, wie wir sie gegenw\u00e4rtig beobachten\nk\u00f6nnen, zeichnet sich durch ihre neugewonnene\n\u00d6ffentlichkeitswirksamkeit und \u00c4sthetik aus: \u00bbAn die Stelle\nverschn\u00f6rkelter Frakturschriften sind hippe Internetauftritte samt\nSocial-Media-Performances ger\u00fcckt\u00ab,<sup><a href=\"#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a><\/sup>\nbeschreibt Judith Goetz den Wandel. Ebenfalls auff\u00e4llig ist das\nnahbare Auftreten der Neuen Rechten, das mit altnazistischer\nAnonymit\u00e4t und Konspirativit\u00e4t bricht und stattdessen eine\noffensive Medienarbeit als ihr Markenzeichen etabliert hat.<sup><a href=\"#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a><\/sup>\nDie b\u00fcrgerliche Fassade ist darin ein strategisches Mittel, welches\ndas schmutzige Bild der \u00bbBaseballschl\u00e4gerjahre\u00ab<sup><a href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a><\/sup>\n\u00fcbert\u00fcnchen soll. Die wenigsten neurechten Akteur_innen, die in der\n\u00d6ffentlichkeit stehen, bezeichnen sich selbst als rechtsextrem.\nAu\u00dferdem ist das Bestreben heute nicht nur unterschiedliche rechte\nStr\u00f6mungen zu erreichen, sondern die Inhalte auch einer traditionell\nkonservativen W\u00e4hler_innenschaft schmackhaft zu machen. Dabei kommt\ninsbesondere einer strategischen Rhetorik eine gro\u00dfe Rolle zu.\nRassismus und Hetze gegen Gefl\u00fcchtete und migrantisierte Menschen\nwerden von Rechtsintellektuellen als \u00bbIslamisierung\u00ab oder\n\u00bbMigrationskritik\u00ab geframed. Rechtes Gedankengut, rassistische\nStereotype und faschistische Positionen sollen seri\u00f6s und\npluralistisch anmuten, um ihnen einen Platz im demokratischen Diskurs\ngeltend zu machen. Erfolge mit dieser Strategie zeigen sich darin,\nwie ebendiese Logiken Einzug in b\u00fcrgerliche Debatten erhalten, so\nzum Beispiel \u00fcber europ\u00e4ische Grenzpolitik im Allgemeinen oder die\nSeenotrettung im zentralen Mittelmeer im Besonderen. Sp\u00e4testens seit\nSarrazin scheinen Nationalismus und die Abwertung von Menschenleben\nihre allgemeine und sagbare Berechtigung im \u00f6ffentlich-politischen\nDiskurs zur\u00fcckerlangt zu haben. In der Folge wird Antifaschismus in\n\u00f6ffentlichen Debatten zunehmend nicht etwa als ein demokratischer\nGrundkonsens betrachtet, der jeglicher politischen Auseinandersetzung\nals tonangebendes Vorzeichen dienen sollte, sondern diskreditiert\noder gar kriminalisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Neue\nRechte setzen auf jede M\u00f6glichkeit, die sich ihnen zur\nSelbstdarstellung bietet, um ihre Anschauungen in der\ngesellschaftlichen und politischen Debatte zu normalisieren. Die\nSichtbarkeit und Selbstinszenierung in der digitalen \u00d6ffentlichkeit\nerscheinen dabei als umso wesentlicher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Guten\nMorgen Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl\nden Influencer_innen, als auch der Vielzahl von Onlinemedien, Blogs,\nVerlagen und Magazinen der Neuen Rechten liegen weitgehend verzweigte\nFinanzierungs- und Unterst\u00fctzungsstrukturen zugrunde, die das\ngesamte rechte Spektrum umfassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn\nman sich auf den entsprechenden Plattformen und Webseiten bewegt,<sup><a href=\"#sdfootnote12sym\"><sup>12<\/sup><\/a><\/sup>\nsind manche Verflechtungen offensichtlich, andere weniger eindeutig.\nNachrichtenseiten wie Politically Incorrect, Junge Freiheit,\nSezession, Philosophia Perennis oder Journalistenwatch lesen sich wie\nein \u00bbpublizistischer Querschnitt durch das Milieu\u00ab.<a href=\"#sdfootnote13sym\"><sup>13<\/sup><\/a>\nAuf ihnen tummeln sich die Texte von Vertreter_innen\nunterschiedlicher Str\u00f6mungen der Neuen Rechten. Es schreiben\nRechtsintellektuelle, Aktivist_innen, Schriftsteller_innen,\nPolitiker_innen oder ehemalige Journalist_innen, wie J\u00fcrgen\nEls\u00e4sser. Seine Artikel stehen neben denen von G\u00f6tz Kubitschek,\ndessen Texte wiederum neben jenen Martin Sellners, Bj\u00f6rn H\u00f6ckes,\nHeinz-Christian Straches oder Caroline Sommerfelds.<sup><a href=\"#sdfootnote14sym\"><sup>14<\/sup><\/a><\/sup>\nWenn man es lange genug aush\u00e4lt, lassen sich \u00fcber die Plattformen\nhinweg Verbindungen nachzeichnen, die von der rechtsterroristischen\nbis parlamentarischen Rechten reichen. Verbindungen meint hier\npositive Bezugnahmen, Intervieweinladungen, Finanzierung und Spenden,\nWerbeanzeigen, publizistische Ver\u00f6ffentlichungen sowie Querverweise\nauf andere Webseiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein\nBeispiel f\u00fcr ein bestens in dieses Netzwerk eingegliedertes Medium\nist der Blog Politically Incorrect (PI-News), der vor f\u00fcnfzehn\nJahren von dem Grundschullehrer und rechtsextremen Aktivisten Steffan\nHerre gegr\u00fcndet wurde. Wenn man den Blog besucht, wird einem unter\neiner wehenden Deutschland-Flagge ein \u00bbGuten Morgen\u00ab gew\u00fcnscht, zu\njeder Uhrzeit. Auch wenn die schlechte Animation noch eher albern\nanmutet, \u00e4ndert sich dieser Eindruck beim Blick auf die Ressorts\nschlagartig:<em> Asyl-Irrisinn,\nIslamisierung Deutschlands, Migrantengewalt, Linksfaschismus<\/em>\noder <em>L\u00fcgenpresse<\/em>,\num nur ein paar Beispiele zu nennen. In dem Teil <em>Aktivismus<\/em>\nwerden Pegida und der Identit\u00e4ren Bewegung mit zig Artikeln laudiert\nund pathetisch von j\u00fcngsten Protestaktionen berichtet. Politically\nIncorrect ist einer der gr\u00f6\u00dften deutschen Blogs und z\u00e4hlte\nzuweilen t\u00e4glich 400.000 Besucher_innen.<sup><a href=\"#sdfootnote15sym\"><sup>15<\/sup><\/a><\/sup>\nEr ist eines der Stamm-Medien von Pegida und Teilen der\nAfD-W\u00e4hler_innenschaft.<sup><a href=\"#sdfootnote16sym\"><sup>16<\/sup><\/a><\/sup>\nDer Pegida-Mitbegr\u00fcnder Siegfried D\u00e4britz stand in Kontakt mit\nPI-News und Mitarbeiter_innen des Blogs traten bei\nPegida-Demonstrationen auf.<sup><a href=\"#sdfootnote17sym\"><sup>17<\/sup><\/a><\/sup>\nDoch damit der personellen \u00dcberschneidungen nicht genug:  Der\nPI-Gr\u00fcnder Stefan Herre engagierte sich in der islamfeindlichen\nKleinpartei Die Freiheit, genauso wie Thomas B\u00f6hm, Gr\u00fcnder von\nJournalistenwatch<em>, <\/em>einem\nweiterem einflussreichen Onlinemedium der Neuen Rechten. Letzteres \u2013\nmittlerweile zu Jouwatchunbenannt, versteht sich als\nmedienkritisches \u203aKorrektiv\u2039 und sieht sich dem Widerstand gegen\ndas \u203aBerufsverbot\u2039 rechter Journalist_innen verpflichtet. Es\n\u00fcberrascht wenig, dass auch Jouwatch aus nichts als rassistischen\nParolen und Stereotypen \u00fcber Gefl\u00fcchtete und Muslim_innen, sowie\neiner geh\u00f6rigen Portion Geschichtsrevisionismus besteht.  Auch\nJouwatch verf\u00fcgt \u00fcber eine bedenkliche Reichweite und z\u00e4hlt zu\neinem \u00bbder gr\u00f6\u00dften Onlinemedien des neurechten Spektrums\u00ab.<sup><a href=\"#sdfootnote18sym\"><sup>18<\/sup><\/a><\/sup>\nLaut dem Analysedienst 10000flieserreichen die Artikel teilweise\nmehr Menschen als die Angebote von FAZ, SZ oder Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nbereits erw\u00e4hnte Junge Freiheit f\u00e4llt auf den ersten Blick aus der\nReihe. Die Ressorts lassen erst einmal nicht auf eine\nrechtspopulistische Linie schlie\u00dfen. Nach au\u00dfen wird auf das\neinschl\u00e4gige, von Rassismus und Ultranationalismus getr\u00e4nkte\nVokabular verzichtet. Stattdessen soll der Slogan \u00bbWochenzeitung f\u00fcr\nDebatte\u00ab in einem breiteren Publikum resonieren. Die Gesinnung wird\njedoch sp\u00e4testens beim Blick auf die Werbeanzeigen f\u00fcr\nnationalpatriotische Buchtitel oder Spendenaufrufe der AfD\nersichtlich. Die Junge Freiheit versteht sich als nationalkonservativ\nund liberal. In ihrem Leitbild nennt sie die \u00bbRegeneration deutscher\nIdentit\u00e4t und Deutschland als selbstbewusste Nation\u00ab ihre Vision.\nAuch die Junge Freiheit sieht sich selbst in einer \u00bbKorrekturfunktion\nmarktbeherrschender Medien\u00ab. In ihren Artikeln wird sich um einen\nweniger polemischen Ton bem\u00fcht, intellektuelle Ausgewogenheit und\nkritischer Geist werden gro\u00dfgeschrieben. Dieselben rassistischen\nStereotype und Feindbilder wie bei den Kollegen destillieren sich\njedoch auch aus den Artikeln der Jungen Freiheit. In den anderen\nMedien weniger dominant, ist hier \u00bbGender-Mainstreaming\u00ab ein\nzentrales Thema, dem zum Schutz der Kinder und der traditionellen\nFamilie der Kampf angesagt werden m\u00fcsse. Insbesondere\nAntifeminismus dient als diskursive Br\u00fccke zwischen der Neuen\nRechten und der alten (christlichen) Konservativen. Eszter\nKov\u00e1ts\u2018 und Maari P\u00f5im\u2019s entwickelten f\u00fcr dieses Ph\u00e4nomen die\nanalytische Metapher des <em>symbolic\nglue<\/em>, die eine hilfreiche\nVeranschaulichung davon bietet, wie die D\u00e4monisierung der\n\u203aGender-Ideologie\u2039 zu einem verbindenden Mittel zwischen\nWertkonservatismus, christlichem Fundamentalismus und\nRechtsextremismus geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gegen\u00f6ffentlichkeit\nmit Folgen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die\ngenannten Nachrichtenmedien, die als Stichwortgeber\nder Neuen Rechten gro\u00dfe\nReichweite und Popularit\u00e4t genie\u00dfen, stellen jedoch nur einen Teil\nder rechten Meinungsmache. Der Effekt einer fragmentierten\nInformations\u00f6ffentlichkeit potenziert sich mit der zunehmenden\nFunktion von  Gruppenchats und Telegramkan\u00e4len als Sammelbecken f\u00fcr\nangstsch\u00fcrende Nachrichten, geliefert von der besagten\nrechtsextremen Publizistik. Dar\u00fcber hinaus verf\u00fcgen mittlerweile\nviele rechte Blogger_innen und Influencer_innen \u00fcber eigene\nTelegramkan\u00e4le, die sie hochfrequentiert mit Einordnungen\ntagespolitischer Geschehnisse bespielen, welche sich in das Mosaik\nder Gefahren f\u00fcr das als bedroht empfundene \u203awir\u2039 einf\u00fcgen. Was\nentsteht, ist eine Gegen\u00f6ffentlichkeit, in der rechtsextreme\nAutor_innen vermeintlich <em>alternative<\/em>\nErz\u00e4hlungen verbreiten und dadurch eine spezielle Sicht der\nWirklichkeit konstruieren.<a href=\"#sdfootnote19sym\"><sup>19<\/sup><\/a>\nDer Aktionismus der Neuen Rechten, online wie offline, hat es sich\nzum Ziel gemacht, rhetorisch und bildsprachlich eine Mehrheit zu\nsimulieren. Auch wenn die Aufrufzahlen und Auflagen der neurechten\nMedien ernst zu nehmen sind und dramatisch anwachsen, wird auf den\nSeiten gerne mit falschen Zahlen um sich geschmissen, um ein\nmehrheitlich geltendes \u201eVolksverlangen\u201c zu inszenieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der\ngef\u00e4hrliche Charakter rechter Onlinemedien besteht jedoch darin,\ndass sie eine Drohkulisse ins Unermessliche steigern, w\u00e4hrend sie in\nihrer Berichterstattung Handlungsperspektiven und Ausblicke gezielt\noffenlassen. In den Artikeln werden rhetorische Anreize f\u00fcr\nfaschistische Logiken geschaffen, wie sie die Leser_innen schlie\u00dflich\nin den Kommentarspalten mit Gewaltfantasien und rassistischer Hetze\nausbuchstabieren oder in weitere Subforen hineintragen. Androhungen\nvon Gewalt, Terror und Mord im Netz werden von Sicherheitsbeh\u00f6rden\nviel zu oft nicht ernst genommen oder g\u00e4nzlich ignoriert. Die\nrassistischen, antisemitischen und misogynen Pamphlete der Attent\u00e4ter\nvon Christchurch, Halle und Hanau, in der sie ihre Vorhaben androhten\noder explizit offenlegten, standen bereits im Netz, bevor diese zur\nTat schritten. Teile ihrer Radikalisierungsprozesse lie\u00dfen sich auf\nInternetforen und Imageboards mit inhaltlichen Bez\u00fcgen zu QAnon-,\nIncel- und Alt-Right-Thesen, aber eben auch auf Facebook, Twitter und\nMessengerdiensten nachvollziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz\nfolgenschwerer Beispiele rechtsextremen Terrors werden Androhungen im\nNetz seitens der Plattformbetreiber_innen und Sicherheitsbeh\u00f6rden\nbagatellisiert oder noch immer nicht klar als solche identifiziert.\nAuch etablierte Medien tragen zur Verharmlosung bei, indem sie\nT\u00e4ter_innen von den (digitalen) Strukturen, aus denen sie Zuspruch\nund Legitimit\u00e4t sch\u00f6pfen, losl\u00f6sen und individualisieren. Wenn\nrechtsextreme T\u00e4ter_innen, die sich im Netz radikalisiert haben,\nmedial als isolierte Einzelg\u00e4nger_innen geframed werden, wird nicht\nnur die Kontinuit\u00e4t ihrer Taten im Kontext von Rechtsextremismus in\nDeutschland verkannt, sondern auch das Radikalisierungssystem aus\nrechtsextremen Medien, Blogs und Chatgruppen ignoriert, das den\nrhetorischen N\u00e4hrboden f\u00fcr diese Taten bereitet. Klar wird bei der\nAnalyse rechter Onlinemedien,\nauch im Lichte online entstandener verschw\u00f6rungsideologischer\nMassenbewegungen: Eine Trennlinie zwischen digitalen und analogen\nSph\u00e4ren als voneinander losgel\u00f6sten Handlungsfeldern von\nrechtsextremen Akteur_innen darf nicht gezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wunsch\nnach (F\u00fcr-)Sorge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schnell die digitale Radikalisierung in handfeste Gewalt umschl\u00e4gt, darf nicht untersch\u00e4tzt werden. Dies zu erkennen und entsprechende Plattformen zu beobachten und zu analysieren, muss ein wesentlicher Teil der Pr\u00e4vention rechtsextremistischer Gewalt und der Bek\u00e4mpfung der Neuen Rechten sein. Mehr denn je braucht es eine journalistische Berichterstattung, die nicht einen Wunsch nach Unheil transportiert, sondern die komplexen Herausforderungen der Gegenwart zu verstehen gibt, um kollektive und solidarische Handlungswege sichtbar und diskutierbar zu machen. Soziale und politische Fragen d\u00fcrfen nicht faschistischen Deutungsschablonen \u00fcberlassen oder entlang rassistischer, ethnizistischer, antisemitischer oder antifeministischer Ressentiments essentialisiert werden. Es braucht Informationsangebote, die Widerspr\u00fcche und Kontroversen kommunizieren, erkl\u00e4ren und aushalten k\u00f6nnen, damit es auch ihre Rezipient_innen k\u00f6nnen. Der Wunsch nach Unheil muss immer von dem Wunsch nach (F\u00fcr-)Sorge, Solidarit\u00e4t, Verst\u00e4ndnis, Gemeinwohl, Transparenz, wissenschaftlicher Erkenntnis, Verantwortung und revolution\u00e4rer Vorstellungskraft \u00fcbert\u00f6nt werden, bis er verstummt.<\/p>\n\n\n\n<p>__________________________________<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a> Walter Benjamin: \u201eDas Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit\u201c, in: Ders.: <em>Gesammelte Schriften 1-2<\/em>, Suhrkamp, 2017, S. 474-508.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\">2<\/a> Christian Fuchs, Paul Middelhoff : <em>Das Netzwerk der Neuen Rechten<\/em>, Rowohlt, 2019, S. 168.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a> Vgl. Bernhard Weidinger: \u201eUngewollte Komplizenschaft\u201c, in: <em>Rechtsextremismus, Band 4: Herausforderungen f\u00fcr den Journalismus<\/em>, Mandelbaum Verlag, 2021, S.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\">4<\/a>\n\tVgl. Maik Fielitz, Holger\n\tMarcks: <em>Digitaler\n\tFaschismus, <\/em>Dudenverlag,\n\t2020.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\">5<\/a> Theodor W. Adorno: <em>Aspekte des neuen Rechtsradikalismus<\/em>, Suhrkamp, 2019, S. 20.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote6anc\">6<\/a> Christian Fuchs, Paul Middelhoff : <em>Das Netzwerk der Neuen Rechten<\/em>, Rowohlt, 2019, S. 168.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote7anc\">7<\/a> Vgl. Toralf Staud, Johannes Radke: <em>Das braune Netz<\/em>, Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung, 2014.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote8anc\">8<\/a> Robert Andreasch im Magazin <em>der rechte rand<\/em>, Ausgabe 150, September \/ Oktober 2014.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote9anc\">9<\/a> Judith Goetz: \u201eRechtsextremismus und Medien\u201c,in:<em> Rechtsextremismus, Band 4: Herausforderungen f\u00fcr den Journalismus<\/em>, Mandelbaum Verlag, 2021, S. 47.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote10anc\">10<\/a> Vgl. Bernhard Weidinger: \u201eUngewollte Komplizenschaft\u201c, in: Ebd., S. 63.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote11anc\">11<\/a>\n\tDem\n\tTitel der sechteiligen Serie <em>Die\n\tBaseballschl\u00e4gerjahre<\/em>\n\tentlehnt. Zeit Online, 2020.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote12anc\">12<\/a>\n\tF\u00fcr eine sichere Recherche empfiehlt es sich, beispielsweise den\n\tTor-Browser zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote13anc\">13<\/a> Christian Fuchs, Paul Middelhoff : <em>Das Netzwerk der Neuen Rechten<\/em>, Rowohlt, 2019, S.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote14anc\">14<\/a> Vgl. Christian Fuchs, Paul Middelhoff : <em>Das Netzwerk der Neuen Rechten<\/em>, Rowohlt, 2019.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote15anc\">15<\/a>\n\tVgl. Recherchezentrum <em>Correctiv<\/em>,\n\t2017.<\/p>\n\n\n\n<p> <a href=\"#sdfootnote16anc\">16<\/a><a href=\"http:\/\/web.br.de\/interaktiv\/rechtes-netz\/\"> <\/a><a href=\"http:\/\/web.br.de\/interaktiv\/rechtes-netz\/\">Eine Analyse des Bayerischen Rundfunks (BR)<\/a>\u00a0ergab im Dezember 2016: Pegida-Anh\u00e4nger_innen informieren sich kaum noch in den klassischen Medien, sondern bei der Jungen Freiheit, Compact, RT Deutsch etc. (Vgl. Correctiv: <em>Futter f\u00fcr AfD- W\u00e4hler, <\/em>2016).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote17anc\">17<\/a>\n\tVgl. Christian Fuchs, Paul Middelhoff : <em>Das\n\tNetzwerk der Neuen Rechten<\/em>,\n\tRowohlt, 2019. S. 174.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote18anc\">18<\/a>\n\tEbd.<\/p>\n\n\n\n<p> <a href=\"#sdfootnote19anc\">19<\/a> Judith Goetz: \u201eRechtsextremismus und Medien\u201c,in:<em> Rechtsextremismus, Band 4: Herausforderungen f\u00fcr den Journalismus<\/em>, Mandelbaum Verlag, 2021.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>| von Hannah Noa | Die Funktionsweisen und Strukturen neurechter Onlinemedien gilt es in ihrer Tragweite und Einflussnahme zu beobachten und analysieren. Eine Nachrichtenkommunikation, wie sie der publizistische Arm der Neuen Rechten betreibt, transportiert t\u00e4glich faschistische Logiken und hetzerische Ressentiments, indem er sie in seiner Berichterstattung in Kausalbeziehung zum tagespolitischen Geschehen setzt. Digitale R\u00e4ume d\u00fcrfen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/2021\/10\/der-wunsch-nach-unheil-huch92\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDer Wunsch nach Unheil &#8211; HUch#92\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-700","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=700"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":709,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700\/revisions\/709"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}