{"id":433,"date":"2020-06-24T12:10:29","date_gmt":"2020-06-24T10:10:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/?p=433"},"modified":"2021-01-14T13:03:55","modified_gmt":"2021-01-14T12:03:55","slug":"inside-studienstiftung-huch90","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/2020\/06\/inside-studienstiftung-huch90\/","title":{"rendered":"Inside Studienstiftung &#8211; HUch#90"},"content":{"rendered":"\n<p>| Von Ben A. Avinu |<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die <\/em>\u203a<em>Studienstiftung des deutschen Volkes<\/em>\u2039<em>, das hierzulande gr\u00f6\u00dfte und renommierteste Stipendienwerk, ist eine Art Zauberkugel: Sie zeigt uns die zuk\u00fcnftige Elite der Bundesrepublik. In ihr spiegelt sich schon heute, was morgen gesellschaftliche Realit\u00e4t sein k\u00f6nnte. Wagen wir einen Blick hinein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"blob:https:\/\/www.refrat.de\/060c2cc0-8ca1-420b-8601-576c967468c7\" alt=\"\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\"><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"513\" height=\"756\" src=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bild-Inside-Studienstiftung-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-460\" srcset=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bild-Inside-Studienstiftung-1.png 513w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bild-Inside-Studienstiftung-1-204x300.png 204w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bild-Inside-Studienstiftung-1-16x24.png 16w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bild-Inside-Studienstiftung-1-24x36.png 24w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bild-Inside-Studienstiftung-1-33x48.png 33w\" sizes=\"auto, (max-width: 513px) 100vw, 513px\" \/><figcaption>Illustration: elio\/nora amrel <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im\nAusland gilt die Studienstiftung des deutschen Volkes als die heimliche\nElite-Schmiede der Bundesrepublik. Hatte man hierzulande lange Zeit vermieden,\ndies laut auszusprechen, ist es heute, nachdem der Eliten-Begriff in den\nletzten zwanzig Jahren eine Aufwertung erfahren hat, nicht mehr allzu\nkontrovers, festzustellen, dass das tats\u00e4chlich der Fall ist. Unter dem\nDreisatz \u00bbLeistung, Initiative, Verantwortung\u00ab f\u00f6rdert die Studienstiftung seit\n1925 Studierende und Promovierende, \u00bbvon denen besondere Leistungen im Dienst\nder Allgemeinheit zu erwarten sind\u00ab. Sich anzusehen, wen genau die\nStudienstiftung f\u00fcr in diesem Sinne f\u00f6rderungsw\u00fcrdig h\u00e4lt, hie\u00dfe im\nUmkehrschluss, eine Ahnung vom Charakter der kommenden bundesrepublikanischen\nNotabeln zu erhalten. Ich selbst hatte dazu j\u00fcngst Gelegenheit. Auf Umwegen in\ndiesen illustren Kreis gelangt, fand ich mich vergangenen Sommer auf einer von\nder Stiftung spendierten Sprachreise wieder \u2013 und nahm dies zum Anlass, unserer\nElite in spe einmal auf den Zahn zu f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erbarmungsloser\nLiberalismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier\nh\u00e4lt niemand mit seinen politischen Ansichten hinterm Berg, und um keinen\nZweifel zu lassen, gibt man auch gleich sein selbstgew\u00e4hltes Label aus wie eine\nVisitenkarte. So habe ich gleich am ersten Abend einige <em>neo-conservatives<\/em>\nund <em>classical liberals<\/em> kennengelernt. Ich hatte mich zuvor ausreichend\nauf Youtube herumgetrieben, um zu ahnen, dass sich hinter diesen Bezeichnungen\nin erster Linie gutb\u00fcrgerlicher Reaktionismus verbirgt, wollte es aber genauer\nwissen. F\u00fcr die folgenden drei Wochen, die ich mit etwa drei Dutzend anderen \u203aStiftis\u2039\nim beschaulichen Broadstairs im S\u00fcdosten Englands verbringen w\u00fcrde, nahm ich\nmir also vor, meine traditionsbewussten Peers einmal aus der N\u00e4he anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da\nw\u00e4re zum Beispiel Adam. Charmant, einnehmend, extravertiert \u2013 und ma\u00dflos\narrogant. Sein absoluter Mangel an Selbstzweifel ist atemberaubend. Als\nLiberaler alter Schule \u2013 so sein Selbstbild \u2013 ist f\u00fcr ihn die heilende Macht\ndes freien Marktes \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Entgegen jeder historischen\nEvidenz fl\u00f6tet er munter das alte M\u00e4rchen von der unverbr\u00fcchlichen Allianz von\nKapitalismus und liberaler Demokratie, der Vernunft des Marktes und der\nPrivatisierung als dem K\u00f6nigsweg zum Gl\u00fcck auf Erden. Dabei ist bezeichnend, an\nwelchen Stellen dieser hartgesottene Liberale doch auch Ausnahmen machen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen\neine fl\u00e4chendeckende Video\u00fcberwachung hat er zum Beispiel nichts einzuwenden,\nsch\u00fctze sie doch vor Verbrechen und \u2013 f\u00fcr ihn das unhintergehbare Argument\nschlechthin \u2013 er selbst habe ja nichts zu bef\u00fcrchten. Auch gegen strenge\nGrenzregime hat er nichts, solange sie seine eigene Freiheit nicht tangieren,\nund die Liebe zu seiner Heimat bringt er problemlos in Einklang mit einem\nglobalen, (bis auf den Personenverkehr) unregulierten Kapitalismus, der\nanderswo die Heimat unz\u00e4hliger Menschen zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Universalismus,\nFreiheit und Menschenrechte im Munde f\u00fchrend, wiederholt Adam lediglich die\nL\u00fcge des Liberalismus, der von Allen redet, aber nur sehr wenige meint. Alle \u2013\ndas sind f\u00fcr Adam er selbst und die, die ihm \u00e4hnlich sind. Er liebt es, wie ein\nkleiner General von den kommenden Interventionen der \u00fcberlegenen westlichen\nArmeen in die r\u00fcckst\u00e4ndigen Teile der Welt zu fabulieren, von deren\nBewohner_innen er im Spa\u00df auch mal als \u00bbBiomasse\u00ab redet. Aber der Sozialismus\nist ihm ein Gr\u00e4uel \u2013 wegen der Millionen von Toten. Dass es unter Stalin\nwom\u00f6glich auch ihn selbst erwischt h\u00e4tte, d\u00fcrfte der eigentliche Grund f\u00fcr\nseine moralische Emp\u00f6rung sein. Einspruch gegen Gewalt und Vernichtung erhebt\nAdam nur dann, wenn seine beschr\u00e4nkte Phantasie es ihm erlaubt, sich selbst als\nderen Opfer vorzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Morbide,\nzynisch, narzisstisch \u2013 mit diesen Z\u00fcgen w\u00e4re eine k\u00fcnftige \u201aliberale\u2018 Elite\nversehen, verst\u00e4nde man Adam als deren Prototyp. Welche Rolle k\u00f6nnte ihr in\nZukunft zukommen? Sollte es auf der Erde so schlimm kommen, wie angesichts\ndiverser sozialer und \u00f6kologischer Krisen zu bef\u00fcrchten ist, w\u00e4re sie wohl in\nder Lage, rhetorisch an humanistischen Werten festzuhalten und zugleich das zu\ntun, was getan werden m\u00fcsste, um Europas Reichtum zu sichern \u2013 den Rest der\nWelt seinem Untergang preiszugeben. Gelte es, die unterlassene Hilfeleistung\ngegen\u00fcber Milliarden von Menschen als ein Gebot der Freiheit zu rechtfertigen,\nw\u00e4re Adam zur Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wohliges\nPatriarchat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls\nmein Interesse geweckt hat Carl. Stets adrett gekleidet sieht er genau nach dem\nSpie\u00dfer aus, der er in politischer Hinsicht auch ist. Carl steht f\u00fcr eine\nAlternative zu Adams Liberalismus der H\u00e4rte: die R\u00fcckbesinnung auf Tradition,\nGlaube und Familie \u2013 oder anders ausgedr\u00fcckt: Nation, Autoritarismus und\nPatriarchat. Nun l\u00e4sst sich \u00fcber Carl durchaus Positives sagen. W\u00e4hrend Adam\nalles, was nicht rein instrumentell gedacht ist, als unsinnig abtut, hat Carl\nnoch eine Idee davon, dass nicht alles in Zweck-Mittel-Relationen aufgeht. Er\nleugnet die Verwerfungen nicht, die die Moderne kennzeichnen, und hat eine Ahnung\nvon der schlechten Lage, in der wir uns befinden. Was er jedoch als L\u00f6sung f\u00fcr\ndie Misere anbietet, sind der Muff und die Enge der Vergangenheit. Seine\nAlternative zur K\u00e4lte des Marktes ist letztlich die H\u00f6lle der Kleinfamilie.\nAlles in allem ist der Unterschied zwischen Carl und Adam jedoch gering im\nVergleich zu ihren Gemeinsamkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Beiden\ngelten die Versprechen der Aufkl\u00e4rung als l\u00e4ngst abgegolten: wer jetzt noch\nAnspr\u00fcche stellt, hat den Schuss nicht geh\u00f6rt. Als eine Teilnehmerin im\nSprach-Unterricht einmal arglos von Sexismus im Krankenhausalltag erz\u00e4hlte,\nbrach die H\u00f6lle los. Im Kreuzfeuer, Carl und Adam alternierend, wurde ihr \u00bbbewiesen\u00ab,\ndass es sowas wie Sexismus in unseren Breiten nicht mehr g\u00e4be und dass ihre\ndurch und durch subjektive Anekdote der Wissenschaft nicht standhalten w\u00fcrde.\nEine Statistik nach der anderen sch\u00fcttelten sie sich aus dem \u00c4rmel \u2013 alle\nsollten sie belegen, dass nicht Vorurteile, sondern tats\u00e4chliche, nat\u00fcrliche\nUnterschiede zwischen den Geschlechtern nur einen falschen Eindruck von\nUngerechtigkeit erzeugten. Selbst wenn man davon absieht, dass Sexismus nicht\nnur pay gap, sondern auch Mord und Vergewaltigung bedeutet, sind es umgekehrt\ngerade die suggestiven Argumente von Carl und Adam, die einer wissenschaftlichen\nPr\u00fcfung nicht standhalten. Hier zeigt sich die Studienstiftung als keineswegs\n\u00fcber den Rest der Gesellschaft erhaben: Wie Millionen anderer Hansw\u00fcrste auch,\nziehen unsere Top-Stipendiaten, von Jordan Peterson mit einer Handvoll alberner\nThesen ausgestattet, in die Welt hinaus, um den vermeintlichen Gipfel\nabendl\u00e4ndischer Weisheit zu verk\u00fcnden: Frauen sind anders als M\u00e4nner!<\/p>\n\n\n\n<p>Den\ngl\u00fchenden Anti-Feminismus teilen sich Adam und Carl also. Dasselbe gilt f\u00fcr\nihren platten Positivismus, der jeden Widerspruch logisch ausschlie\u00dft. Carl,\nder doch eigentlich Werte hat, unterscheidet sich hierin kaum von Adam, der\nsich aus vollster \u00dcberzeugung selbst des Denkens entledigt hat. Beide sind sie\nVerfechter eines Realit\u00e4tsprinzips, das den Wunsch nach einer besseren Welt\nnicht mehr kennt und einen solchen bei anderen als reine Sentimentalit\u00e4t abtut.\nWenn sich Carl, dem manchmal sogar das Wort \u203aGott\u2039 \u00fcber die Lippen kommt,\nmetaphysischer Kategorien bedient, dann in aller Regel nur um nicht \u00fcber\nirdische Ungerechtigkeit reden zu m\u00fcssen. Letztlich liegt den Anschauungen\nbeider ein und dasselbe Prinzip zugrunde: Die Welt ist, wie sie ist. Ihre ganze\nKlugheit l\u00e4sst sich auf diese Tautologie reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend\nCarl und Adam sich ihren knallharten Realit\u00e4tssinn als Reife auslegen, sind sie\nparadoxerweise selbst die naiven Idealisten, \u00fcber die sie glauben den Kopf zu\nsch\u00fctteln. Ihrer Meinung nach werde die Welt n\u00e4mlich von Gutm\u00fctigkeit und Moral\nregiert, und gerade das sei ihr Problem \u2013 so als k\u00f6nnte es in der Welt <em>zu<\/em>\nmoralisch zugehen! Welche Rolle k\u00f6nnte eine derart verdrehte Weltsicht, in der\ndie angeblichen Werte Europas <em>gegen<\/em> Moral und Emanzipation ausgespielt\nwerden, in einer Zukunft spielen, in der Adams und Carls das Sagen haben? Mit\nihrer Hilfe k\u00f6nnte vielleicht der Spagat gelingen, das herrschende System mit\naller n\u00f6tigen H\u00e4rte und Brutalit\u00e4t zu verteidigen und dabei doch auch seine\nhumanistische Fassade aufrecht zu erhalten. Carl und Adam stehen f\u00fcr\nAlternativen zum <em>offenen <\/em>Faschismus; sie sind etwas weniger h\u00e4sslich und\nlaut \u2013 seinen Job w\u00fcrden sie aber trotzdem erledigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seichter\nWiderstand<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was\naber ist mit den anderen Stipendiat_innen, die auch noch mit dabei waren? Die\ngute Nachricht ist: Die meisten von ihnen sind ziemlich in Ordnung. Politisch\nirgendwo leicht links der Mitte, sind sie noch empathief\u00e4hig und in der Lage,\nihre Ansichten zu hinterfragen. Aber das Fehlen starker \u00dcberzeugungen\nparalysiert sie, wenn es gilt, den Autorit\u00e4ren in der Gruppe Paroli zu bieten.\nVon jenen niedergeredet, lassen sie die Sache lieber auf sich beruhen und\nwechseln das Thema. Dass beschissene politische Ansichten sozial sanktioniert\nwerden m\u00fcssen, leuchtet den meisten von ihnen leider ganz und gar nicht ein. Es\nreicht, dass man auch mal nett oder lustig sein kann, um nicht wegen seiner\nMenschenverachtung ausgeschlossen zu werden. Wer sucht schon den Konflikt, wenn\ndas nur die Stimmung vermiest und man am Ende wom\u00f6glich allein dasteht? Rechnet\nman diese Gruppe auf die Gesellschaft hoch, sind sie zwar die Tr\u00e4ger_innen des\nRestes b\u00fcrgerlicher Humanit\u00e4t, ein Bollwerk gegen eine schleichende\nFaschisierung bilden sie aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann\ngibt es noch jene, die genauso denken wie Carl oder Adam, aber weniger eloquent\nsind, deshalb auch weniger reden und ihre Verachtung daher auf andere Weise\npflegen. Wie die Bullys, die sie in der zehnten Klasse schon waren, machen sie\nsich auch heute noch \u00fcber alle lustig, die irgendwie anders sind und deren\nReaktion sie nicht f\u00fcrchten m\u00fcssen. Markiert man aber vor ihnen einmal\nordentlich Revier, werden sie zu braven Scho\u00dfh\u00fcndchen. Mit der zweiten Reihe\nzufrieden, suchen sie die N\u00e4he der Alpha-Tierchen. In der Studienstiftung\nschlie\u00dfen k\u00fcnftige Demagog_innen mit ihren sp\u00e4teren Erf\u00fcllungsgehilf_innen auf\ndiese Weise schon einmal Bekanntschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein\npaar Linke, die sich von den Carls und Adams nichts vormachen lassen, gibt es\nnat\u00fcrlich auch noch. Dass sie aus ihrer Abneigung keinen Hehl machen, wird\nihnen aber als Querulantentum angekreidet. Aus der b\u00fcrgerlichen \u00dcberzeugung\nheraus, dass man die politische Gesinnung des Menschen aus dem Urteil \u00fcber\nseinen Charakter herauszuhalten habe, empfindet man ihre Kritik als \u00fcbertrieben\nhart und verd\u00e4chtigt sie, nur von Ressentiment getrieben zu sein. Weil sie\nnicht verstanden werden und ihre selbstgew\u00e4hlte Isolation niemanden\nbeeindruckt, werden sie schnell so giftig und unnahbar, wie man es von ihnen\nvon Anfang an erwartet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Was\nsagt uns dieser Querschnitt durch unsere zuk\u00fcnftige Elite nun \u00fcber das\nwichtigste Stipendien-Werk der BRD? Gelegentlich wird der Studienstiftung\nvorgehalten, dass sie sowohl jemanden wie Ulrike Meinhof als auch eine Frauke\nPetry f\u00fcr f\u00f6rderungsw\u00fcrdig befunden hat, so als h\u00e4tte man damit einen wunden\nPunkt getroffen. Das ist aber alles andere als ein Versehen \u2013 die\nStudienstiftung des deutschen Volkes h\u00e4lt blo\u00df Wort. Weltanschaulich neutral\nbildet sie Eliten f\u00fcr alle F\u00e4lle aus. Egal was kommt, es wird\nStudienstiftler_innen geben, die bereit sind zu tun, was \u00bbim Dienst der\nAllgemeinheit\u00ab getan werden muss. Zurzeit setzt die Studienstiftung dabei nicht\nzuletzt auf Typen wie Adam und Carl. Die Frage aber, ob es zum Wohle der\nAllgemeinheit nicht <em>eigentlich<\/em> geboten w\u00e4re, zu verhindern, dass die\nbeiden ihren historischen Moment auch tats\u00e4chlich erhalten, stellt man sich in\nder Studienstiftung nicht. Somit verst\u00e4rkt sie lediglich bereits herrschende\npolitische Tendenzen, egal in welche Richtung diese weisen, anstatt Partei f\u00fcr\ndiejenigen Bestrebungen zu ergreifen, die unsere Gesellschaft etwas humaner\nmachen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>| Von Ben A. Avinu | Die \u203aStudienstiftung des deutschen Volkes\u2039, das hierzulande gr\u00f6\u00dfte und renommierteste Stipendienwerk, ist eine Art Zauberkugel: Sie zeigt uns die zuk\u00fcnftige Elite der Bundesrepublik. In ihr spiegelt sich schon heute, was morgen gesellschaftliche Realit\u00e4t sein k\u00f6nnte. 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