{"id":221,"date":"2018-10-10T23:21:19","date_gmt":"2018-10-10T21:21:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.refrat.de\/huch\/?p=221"},"modified":"2020-04-11T14:34:43","modified_gmt":"2020-04-11T12:34:43","slug":"unter-den-truemmern-huch88","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/2018\/10\/unter-den-truemmern-huch88\/","title":{"rendered":"Unter den Tr\u00fcmmern: der kommende Kommunismus. Bini Adamczak \u00fcber das wom\u00f6gliche Gelingen der Russischen Revolution \u2013 Huch#88"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Von Olga Montseny<\/p>\n<p align=\"justify\">\u00bbUnd jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.\u00ab \u2013\u00a0Emma Goldman<\/p>\n<p align=\"justify\">Was w\u00e4re wenn? Mit dieser Frage kann man sich schonmal das Hirn zermartern. Was w\u00e4re, wenn ich mich gestern nicht schon wieder betrunken h\u00e4tte? Dann h\u00e4tte ich diese Rezension heute vielleicht besser schreiben k\u00f6nnen. Dem ist aber nicht so. Und damit scheint die Sache erledigt. Das Recht scheint immer auf der Seite der Sieger (hier des Katers) zu stehen, weil diese die Realit\u00e4t f\u00fcr sich in Anspruch nehmen k\u00f6nnen. Was Existenz und Sein hat und nicht in so luftigen Sph\u00e4ren wie dem M\u00f6glichen herum schwirrt, wirkt unmittelbar \u00fcberzeugender, legitimer. Es konnte sich durchsetzen. Folgt daraus, dass ich eine hoffnungslose Alkoholikerin bin? Dass es nur eine weltfremde Tr\u00e4umerei ist, dass auch das Wesen der guten Rezensentin h\u00e4tte existieren k\u00f6nnen?<!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\">Die Frage nach dem M\u00f6glichen stellt sich aber nicht nur in der Diagnostik individueller Abh\u00e4ngigkeiten, sondern auch weltgeschichtlich. Ebenso sind Trunkenheit und Kater nicht schlechthin individuelle Ph\u00e4nomene, sondern auch als Ereignisse von historischem Ausma\u00df anzutreffen. Was w\u00e4re etwa gewesen, wenn der Kater, der nach dem z\u00fcgellosen Bes\u00e4ufnis einsetzen musste, in das der Sturm auf das Winterpalais am 25. Oktober 1917 m\u00fcndete, noch etwas l\u00e4nger angehalten und auch die Spitzen der Bolschewiki bis hin zu Lenin und Trotzki erfasst h\u00e4tte?<a href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\">1<\/a> H\u00e4tte deren neurotische Fixierung auf Disziplin durch die Nachwirkungen dieses Ereignisses absoluter Disziplinlosigkeit etwas gelockert werden und die Oktoberrevolution einen anderen Verlauf nehmen, das b\u00f6se Erwachen im Stalinismus verhindert werden k\u00f6nnen?<\/p>\n<p align=\"justify\">Nicht unmittelbar diese, jedoch die sie umfassende Frage nach dem m\u00f6glichen Gelingen der Russischen Revolution ist es, die Bini Adamczaks 2017 \u2013 also zum hundertj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um \u2013 erschienenes Buch <em>Der sch\u00f6nste Tag im Leben des Alexander Berkman<\/em> antreibt und strukturiert. Sie konstruiert dabei eine Eventualgeschichte der Russischen Revolution, die akribisch nach jenen Stellen sucht, an denen der rote Faden der Geschichte der Herrschaft und der Sieger h\u00e4tte durchtrennt werden k\u00f6nnen. Damit setzt sie an der Stelle jener historischen Aporie an, in der ihr Buch <em>GESTERN MORGEN<\/em> (2007) nach einer gnadenlosen Durcharbeitung der stalinistischen Konterrevolution verzweifelt endete. N\u00e4mlich der Aporie einer jeden Revolution, wie sie sich f\u00fcr die Russische im Kronst\u00e4dter Aufstand und seiner Niederschlagung konzentriert: Wie besiegt man die Konterrevolution, ohne in diesem Siegen die Revolution zu t\u00f6ten, also selbst zur Konterrevolution zu werden? Wie gewinnt man, ohne zu scheitern? \u00bbM\u00fcssen die Kronst\u00e4dterinnen der Zukunft nicht gegen die Leninistinnen der Zukunft die Waffen erheben, misstrauisch ihnen gegen\u00fcber, ihre Verhandlungsangebote ausschlagend, in die Offensive gehen und die Leninistinnen liquidieren, bevor diese sie liquidieren k\u00f6nnen? M\u00fcssen die Kronst\u00e4dterinnen der Zukunft also Leninistinnen werden?\u00ab<a href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\">2<\/a> Gegen die so gestellte Aporie begehrt Adamczak auf. \u00bbEs gibt geschichtliche, gemachte Bedingungen, unter denen das R\u00e4tsel der Revolution sich l\u00f6sen lassen muss. Aber das L\u00f6sen des R\u00e4tsels selbst ist, zumindest eine, Bedingung f\u00fcr das Gelingen der Revolution \u2013 der n\u00e4chsten Revolution.\u00ab<a href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\">3<\/a> Adamczaks neues Buch widmet sich nun dieser L\u00f6sung, womit auch klar ist, was \u00fcber die historische Betrachtung hinaus dessen Intention ist: das Gelingen der n\u00e4chsten Revolution.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Eventualgeschichte ist dabei keine Tr\u00e4umerei, wie alles h\u00e4tte gut ausgehen k\u00f6nnen \u2013 keine M\u00e4rchenstunde f\u00fcr verzweifelte Revolution\u00e4rinnen also \u2013, sondern sie versucht, die Skylla der Niederlage und die Charybdis des Scheiterns innerhalb der realgeschichtlichen M\u00f6glichkeiten zu umschiffen. Das Buch \u00bbbem\u00fcht sich somit nicht um den wiederholten Nachweis, dass Geschichte kontingent ist, sondern um einen real m\u00f6glichen Ausweg aus dem revolution\u00e4ren Dilemma.\u00ab<a href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\">4<\/a> Der Wunsch und Wille, dieses Dilemma aufzul\u00f6sen und damit eine der Bedingungen f\u00fcr die n\u00e4chste Revolution zu schaffen, verleitet Adamczak allerdings keineswegs dazu, die Aporie einfach zu schlichten. Auch wenn <em>Der sch\u00f6nste Tag<\/em> bereits einen helleren, hoffnungsvolleren Klang hat als <em>GESTERN MORGEN<\/em> und die Autorin am Ende tats\u00e4chlich L\u00f6sungen anbietet, so erscheinen diese doch erst nach der Durcharbeitung der Dilemmata und Aporien des revolution\u00e4ren Aufbruchs \u2013 und dabei stets als \u00e4u\u00dferst prek\u00e4r.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das beeindruckende an Adamczaks historischen Arbeiten ist, wie sie es ausgehend von Walter Benjamins Geschichtsverst\u00e4ndnis unternimmt, die Geschichte der Russischen Revolution wirklich \u00bbgegen den Strich zu b\u00fcrsten.\u00ab<a href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\">5<\/a> Darin unterscheidet sich ihre Arbeit auf inspirierende Weise von den meisten sonstigen Publikationen zur Kritischen Theorie, da sie diese nicht zum hundertsten Mal metatheoretisch reflektiert, sondern am historischen Material, an der konkreten Konstellation der Russischen Revolution <em>anwendet<\/em>. Zudem bearbeitet Adamczak einen Gegenstand, der innerhalb der Linken heute entweder gar nicht, stiefm\u00fctterlich oder mit wenig Wissen, aber umso festgefahreneren Positionen verhandelt wird: die Russische Revolution und die Sowjetunion. Sie erweist sich insbesondere darin als historische Materialistin, dass es ihr gelingt, aus jenem Kontinuum der Herrschaft, dass sich auch nach der Oktoberrevolution fortsetzen wird, jenen Anfang und jene Tendenzen herauszusprengen, die mit anderen M\u00f6glichkeiten aufgeladen waren und sich diesem Ende widersetzten. Durch die F\u00fclle des von ihr bew\u00e4ltigten Materials hindurch, ist sie von jenem Anspruch geleitet, den Benjamin f\u00fcr eine historische Materialistin formulierte: \u00bbim Vergangenen den Funken der Hoffnung anzufachen, der davon durchdrungen ist: auch die Toten werden vor dem Feind, wenn er siegt, nicht sicher sein. Und dieser Feind hat zu siegen nicht aufgeh\u00f6rt.\u00ab<a href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\">6<\/a> Bis heute. Deswegen richtet sich das Buch gegen beide, Stalinismus und Antikommunismus, da beide letztlich ein und derselben identifizierenden Logik folgen, die von den Siegern der Geschichte formuliert wurde: es gab nur einen Kommunismus, und zwar den stalinistischen.<a href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\">7<\/a> Gegen diese Vereinnahmung, die die Erinnerung an jene ausl\u00f6scht, die sich eine andere Zukunft der Russischen Revolution nicht nur erhofften, sondern auch praktisch f\u00fcr sie k\u00e4mpften, allerdings der autorit\u00e4ren Entwicklung unterlagen, ist Adamczaks Buch gerichtet. Es will die Erinnerung daran wiederbeleben, dass die Russische Revolution der leuchtendste Hoffnungsfunken der Menschheitsgeschichte war \u2013 eine siegreiche kommunistische Revolution, zumindest in ihrem Anfang.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dem Anfang der Russischen Revolution waren mehr M\u00f6glichkeiten eingeschrieben, als blo\u00df der lineare Weg zur Parteidiktatur. Allein diesem zu folgen, hie\u00dfe daher, die Hoffnung ein zweites Mal zu t\u00f6ten, den Anfang auf sein Ende, auf das Werden zu seinem Resultat zu reduzieren. Um die Wahrheit des Roten Oktober zu bergen, muss man nicht seiner realen, historischen Bewegung folgen, seiner stattgefundenen Entwicklung, sondern man muss jene Abzweigungen aufzeigen, jene anderen Verl\u00e4ufe freilegen, die sich nicht entfalten konnten, sondern die abgeschnitten und unter den Tr\u00fcmmern des Fortschritts versch\u00fcttet wurden. Adamczak unternimmt jenen \u00bbTigersprung ins Vergangene\u00ab<a href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\">8<\/a>, der die Wahrheit nicht im Resultat, sondern in jenen Anf\u00e4ngen sucht, die nicht haben Resultat werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ihr Buch, das dem Anarchisten Alexander Berkman gewidmet ist, beginnt daher mit dessen Ankunft im revolution\u00e4ren Russland des Jahres 1920, nachdem er mit Emma Goldman und anderen Revolution\u00e4rinnen aus den USA deportiert worden war. F\u00fcr Berkman war die Ankunft auf sowjetischem Boden \u2013 dem Land der Revolution \u2013 nach Selbstauskunft in seinem Tagebuch der sch\u00f6nste Tag seines Lebens.<a href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\">9<\/a> Die \u00bbHoffnungen der Menschheit\u00ab auf Erl\u00f6sung, die nach Goldman der revolution\u00e4ren Sowjetunion innewohnten, sollten schnell entt\u00e4uscht werden. Ausgehend von der Hoffnung und dem Enthusiasmus, die die kommunistische Revolution sogar bei Anarchistinnen entfachte, verfolgt Adamczak jene Tendenzen der Russischen Revolution, die einen anderen als ihren autorit\u00e4ren Ausgang erm\u00f6glicht h\u00e4tten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Um diese Tendenzen freilegen zu k\u00f6nnen, r\u00e4umt sie erst einmal mit jenem Mythos auf, der sowohl von den Bolschewiki inszeniert als auch von Antikommunisten<!-- antikommunisten? innen? ismus? --> \u00fcbernommen wurde, wonach die Revolution von 1917 ein \u00bbsingul\u00e4res Ereignis\u00ab gewesen sei: die Erst\u00fcrmung des Winterpalais im Geiste von Marx.<a href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\">10<\/a> \u00bbStattdessen war die Revolution ein Ensemble vieler Revolutionen, einander widersprechenden und sich wechselseitig beeinflussenden, die sich in Wellen \u00fcber das riesige russische Reich und seine Grenzen hinaus bewegten.\u00ab<a href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\">11<\/a> Aus dieser Vielzahl von revolution\u00e4ren Aufbr\u00fcchen ergibt sich nat\u00fcrlich auch eine Pluralit\u00e4t m\u00f6glicher Zuk\u00fcnfte, m\u00f6glicher Auswege aus dem revolution\u00e4ren Dilemma.<a href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\">12<\/a> Weil sich die Eventualgeschichte an den realhistorischen Konstellationen orientiert, folgt Adamczaks Freilegung m\u00f6glicher Auswege jenen Forderungen, die in dem Ensemble von Revolutionen selbst erhoben wurden und an denen entlang sich die Konfliktkonstellationen arrangierten: \u00bb\u203aLand!\u2039, \u203aFrieden!\u2039 und \u203aAlle Macht den R\u00e4ten!\u2039\u00ab<a href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\">13<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Aufgrund ihres verkaterten Zustands beschr\u00e4nkt sich die Rezensentin an dieser Stelle auf die Diskussion der letzten Forderung \u2013 insbesondere auch aus dem Grund, dass sie sie f\u00fcr jeden kommenden Kommunismus f\u00fcr essenziell erachtet.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Aporie der Russischen Revolution stellt sich in dieser Hinsicht als Widerspruch zwischen R\u00e4tedemokratie und Parteidiktatur bzw. als \u00bbDialektik von Autoritarismus und Antiautoritarismus der Revolution\u00ab<a href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\">14<\/a> dar. F\u00fcr sie steht das \u00bbGeschichtszeichen Kronstadt\u00ab<a href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\">15<\/a>, hinter dem sich der blutig niedergeschlagene Aufstand der dort stationierten Matrosinnen gegen die bolschewistische Parteidiktatur verbirgt. Alexander Berkman widmete diesem Ereignis in seiner Aufsatzsammlung <em>The Russian Tragedy<\/em> das letzte Kapitel \u2013 mit der Niederschlagung endet die Trag\u00f6die. Die Hoffnungen des r\u00e4tedemokratischen Aufbruchs 1917 werden mit der Hoffnung auf eine R\u00fcckkehr zur R\u00e4tedemokratie 1921 nach einem langen, die Revolution aufzehrenden B\u00fcrgerkrieg endg\u00fcltig im Blut der Kronst\u00e4dterinnen ertr\u00e4nkt, die diese R\u00fcckkehr forderten. Nur drei Tage nach der Niederschlagung erzwingt Lenin am Ende des 10. Parteitags gegen heftigen Widerstand in der eigenen Partei die Annahme der Neuen \u00d6konomischen Politik \u2013 also die Wiedereinf\u00fchrung kapitalistischen Wirtschaftens. Berkman schlussfolgerte, dass die Bolschewiki es bevorzugten \u00bbto give up Communism itself \u2013 the Communism for which the October Revolution was fought, seas of blood shed, and Russia brought to ruin and despair \u2013 but not to permit freely chosen Soviets.\u00ab<a href=\"#sdfootnote16sym\" name=\"sdfootnote16anc\">16<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Wie aber kam es \u00fcberhaupt dazu, dass die Diktatur des Proletariats, die nach Luxemburg<a href=\"#sdfootnote17sym\" name=\"sdfootnote17anc\">17<\/a> und Marx<a href=\"#sdfootnote18sym\" name=\"sdfootnote18anc\">18<\/a> nichts anderes als R\u00e4tedemokratie meint, zu einer Diktatur der bolschewistischen Partei <em>\u00fcber<\/em> das Proletariat wurde, die letztlich die R\u00e4tedemokratie vereitelte?<\/p>\n<p align=\"justify\">Zweierlei ist ma\u00dfgebend. Die Bolschewiki wollten aus den vergangenen Niederlagen \u2013 insbesondere jener der Pariser Kommune von 1871 \u2013 lernen. Aus deren Schicksal schlossen sie, dass die Konterrevolution mit aller H\u00e4rte bek\u00e4mpft werden m\u00fcsste, um die Revolution zum Sieg zu f\u00fchren. Die Notwendigkeit der Verteidigung der Revolution wird so zur Legitimation f\u00fcr zentralisierte hierarchische Autorit\u00e4t sowie f\u00fcr jede Form von Gewalt.<a href=\"#sdfootnote19sym\" name=\"sdfootnote19anc\">19<\/a> Damit setzen die Bolschewiki \u00bbdie bin\u00e4re Logik des Krieges\u00ab<a href=\"#sdfootnote20sym\" name=\"sdfootnote20anc\">20<\/a> in Gang, die letztlich in einer Spirale der Freund-Feind-Bestimmungen enden sollte, \u00bbdie immer engere Kreise zieht und von realen Konterrevolution\u00e4rinnen \u00fcber B\u00e4uerinnen, sozialistische und anarchistische Verb\u00fcndete hin zu Parteiopposition, Fraktionen und Str\u00f6mungen reicht \u2013 bis auf dem H\u00f6hepunkt des Stalinismus bereits gedankliche Abweichungen unter Strafe stehen.\u00ab<a href=\"#sdfootnote21sym\" name=\"sdfootnote21anc\">21<\/a> So kippt der Sieg der Revolution in ihr Scheitern an sich selbst. Die Institutionen, die zu ihrer Verteidigung geschaffen wurden \u2013 Tscheka, Rote Armee, autorit\u00e4re Lenkung von Staat und \u00d6konomie durch das ZK \u2013, werden ihre Totengr\u00e4ber.<\/p>\n<p align=\"justify\">Warum aber sollte die Revolution nicht auch demokratisch verteidigt werden k\u00f6nnen, mit R\u00e4ten und Milizen \u2013 also mit demokratischer Selbstbestimmung in jedem Bereich, wie es in Ans\u00e4tzen bspw. in der anarchistischen Machnowtschina der Fall war?<a href=\"#sdfootnote22sym\" name=\"sdfootnote22anc\">22<\/a> Hier kommt der zweite Aspekt bolschewistischer Politik zum Tragen, den man als Politik des Misstrauens bezeichnen kann und der nirgendwo so pr\u00e4gnant zum Ausdruck kommt wie in Lenins Ausspruch: \u00bbVertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.\u00ab<a href=\"#sdfootnote23sym\" name=\"sdfootnote23anc\">23<\/a> Die Logik des Misstrauens, die die Unterstellung zur Grundlage hat, die Beherrschten seien zur Selbstbefreiung unf\u00e4hig, m\u00fcndet in das autorit\u00e4re Konzept der leninistischen Kaderpartei. Ohne die Leitung einer wissenden F\u00fchrung kann sich das Proletariat nicht befreien \u2013 daher die Ersetzung der R\u00e4te durch die Parteidiktatur, daher das hierarchische Befehlssystem einer immer enormer und undemokratischer werdenden B\u00fcrokratie. Das autorit\u00e4re p\u00e4dagogische (Un-)Verh\u00e4ltnis zwischen Partei und Proletariat entfesselte schlie\u00dflich die diktatorische Politik von Kontrolle und Terror. Weil sich das bolschewistische Misstrauen nicht zuletzt gegen die richtete, f\u00fcr die die Bolschewiki sprachen und handelten \u2013 die Proletarierinnen \u2013 \u00fcberzog letztlich auch ihre Kontrolle und ihr Terror jene Revolution\u00e4rinnen, die nicht auf Parteilinie waren. Weil Dissens zu Opposition, Uneinigkeit und Abweichung zu konterrevolution\u00e4rer Sabotage erkl\u00e4rt wurden, verfolgten die Bolschewiki die anderen revolution\u00e4ren Parteien so erbarmungslos wie die wirklichen Konterrevolution\u00e4rinnen. Die bolschewistische Regierung \u00fcberbot so \u2013 wie Berkman zu bemerken nicht m\u00fcde wurde \u2013 noch ihre zaristische Vorg\u00e4ngerin in der Anwendung der polizeilichen Logik von Verdacht, Verfolgung und Liquidation, die von keiner Institution so sehr verk\u00f6rpert wurde wie von der Tscheka. Den Aufstand der Kronst\u00e4dterinnen konnten die Bolschewiki daher auch nicht als einen linker Revolution\u00e4rinnen verstehen, die unter der Losung \u00bbAll power to the Soviets, not to the parties!\u00ab<a href=\"#sdfootnote24sym\" name=\"sdfootnote24anc\">24<\/a> die Revolution retten wollten, sondern nur als eine vom Ausland organisierte und finanzierte Verschw\u00f6rung: als Konterrevolution. Die brutale Niedermetzelung ihrer als \u00bbVerr\u00e4ter\u00ab denunzierten Genossinnen fand am Jahrestag der Pariser Kommune ihr Ende. Wie Berkman betonte, gedachten die Bolschewiki dem Jahrestag ihrer niedergeschlagenen Vorg\u00e4ngerinnen. \u00bbAt the same time they celebrated the \u203avictory\u2039 over Kronstadt.\u00ab<a href=\"#sdfootnote25sym\" name=\"sdfootnote25anc\">25<\/a> Perfider l\u00e4sst sich kaum ausdr\u00fccken, was es bedeutet, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird. In Kronstadt stirbt die letzte M\u00f6glichkeit, die Revolution nach dem B\u00fcrgerkrieg in eine Vereinigung von R\u00e4ten zur\u00fcck zu verwandeln. Der Kater \u2013 oder, wie es Adamczak auch ausdr\u00fcckt: die \u00bbpostrevolution\u00e4re Depression\u00ab<a href=\"#sdfootnote26sym\" name=\"sdfootnote26anc\">26<\/a> \u2013 setzt unausweichlich ein.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wie h\u00e4tte er umgangen werden k\u00f6nnen? Adamczak ist sich bewusst, dass R\u00e4te alleine noch keinen Kommunismus machen. Sie w\u00e4ren vor die gleichen Schwierigkeiten gestellt gewesen, wie die Parteidiktatur. Allerdings h\u00e4tten sie den B\u00fcrgerkrieg abschw\u00e4chen k\u00f6nnen und die Verfolgung von anderen Revolution\u00e4rinnen \u00fcberfl\u00fcssig gemacht \u2013 war es doch erst die von den Bolschewiki geschaffene Unm\u00f6glichkeit gewaltfreier Opposition, die die Kronst\u00e4dterinnen in die gewaltsame trieb.<a href=\"#sdfootnote27sym\" name=\"sdfootnote27anc\">27<\/a> Adamczak pl\u00e4diert daher f\u00fcr die Aufgabe des bin\u00e4ren und identit\u00e4ren Freund-Feind-Schemas, das keine Zwischenr\u00e4ume l\u00e4sst und die Revolution\u00e4rinnen in ihren Parteien und Str\u00f6mungen festschreibt: \u00bbEntscheidend sind weniger die Identit\u00e4ten der Gruppierungen, Organisationen und Parteien als die innerhalb von ihnen wie zwischen ihnen gekn\u00fcpften und zu kn\u00fcpfenden Beziehungen.\u00ab<a href=\"#sdfootnote28sym\" name=\"sdfootnote28anc\">28<\/a> Diejenigen Revolution\u00e4rinnen, die Adamczak bevorzugt anf\u00fchrt, sind daf\u00fcr herausragende Beispiele: Alexander Berkman, Emma Goldman und Victor Serge scheuten sich nicht, aktiv an der Seite der Bolschewiki am Revolutionsgeschehen teilzunehmen \u2013 wobei sie zugleich im Rahmen des M\u00f6glichen gegen deren autorit\u00e4re Tendenzen ank\u00e4mpften \u2013, und das obwohl sie eigentlich Anarchistinnen waren und schon vor 1917 Bedenken gegen\u00fcber der bolschewistischen Partei- und Politikform angemeldet hatten.<a href=\"#sdfootnote29sym\" name=\"sdfootnote29anc\">29<\/a> Auch Isaak Steinberg wurde \u2013 obwohl er als linker Sozialrevolution\u00e4r kein Bolschewik war \u2013 Justizkommissar der bolschewistischen Regierung und versuchte in dieser Funktion den Terror der Tscheka zu unterbinden.<a href=\"#sdfootnote30sym\" name=\"sdfootnote30anc\">30<\/a> Die Intensivierung und Ausweitung solcher, Partei- und Str\u00f6mungsgrenzen \u00fcberschreitender Beziehungen h\u00e4tte die anf\u00e4ngliche Hoffnung auf eine Vereinigung von R\u00e4ten gegen den bolschewistischen Autoritarismus durchsetzen und dem Zauber des Anfangs Dauer verleihen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dies w\u00e4re eine Politik gewesen, die die F\u00e4higkeit der Beherrschten, sich selbst von ihren Ketten zu befreien und gleichberechtigt \u00fcber ihr Zusammenleben zu bestimmen, zur Voraussetzung hat. Eine Politik, die, wie es der Philosoph Jacques Ranci\u00e8re ausdr\u00fcckt, die \u00bbHypothese des Vertrauens\u00ab zum Ausgangspunkt hat, die davon ausgeht, dass alle gleicherma\u00dfen f\u00e4hig sind, \u00fcber die Belange des Gemeinwesens zu entscheiden \u2013 auch jene, die entweder traditionell oder der bolschewistischen Logik des Misstrauens zufolge dazu angeblich nicht in der Lage sind.<a href=\"#sdfootnote31sym\" name=\"sdfootnote31anc\">31<\/a> Denn \u00bbthe essence of Communism is equality\u00ab, insistierte Alexander Berkman in einer Auseinandersetzung mit einem bolschewistischen Kommissar \u00fcber die Lohn- und Rationshierarchie, die die Bolschewiki nach dem Leistungsprinzip gestaffelt hatten. Die Kronst\u00e4dterinnen hingegen schafften diese Hierarchie \u2013 \u00fcbrigens zu ihren eigenen Ungunsten \u2013 ab und folgten auch in der Distribution der Rationen dem Prinzip der R\u00e4te: der Gleichheit aller. Die Ausnahmen, die sie machten \u2013 Kinderheime und Krankenh\u00e4user bekamen Sonderrationen \u2013, folgten nicht dem Leistungs-, sondern dem Bedarfsprinzip.<a href=\"#sdfootnote32sym\" name=\"sdfootnote32anc\">32<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Dies w\u00e4re auch diejenige Politik, die nach Adamczak f\u00fcr eine kommende Revolution anzustreben ist \u2013 eine \u00bbPolitik der Verbindung, der Verkn\u00fcpfung, der Versammlung\u00ab<a href=\"#sdfootnote33sym\" name=\"sdfootnote33anc\">33<\/a> \u00fcber verfestigte Partei- und Gruppenidentit\u00e4ten hinweg, gruppiert um Problemkonstellationen. Mit Ranci\u00e8re lie\u00dfe sich eine solche Politik als eine der Gleichheit in der Differenz verstehen \u2013 im Unterschied zu den \u00fcberkommenen Identit\u00e4ten der hierarchischen Klassen- und Geschlechterteilung, die die polizeiliche Logik festschreibt. Kommunismus w\u00e4re dann das fortgesetzte Abenteuer der Emanzipation, das beginnt, sobald man Verbindungen jenseits dieser Identit\u00e4ten eingeht und affirmiert, dass es keiner Autorit\u00e4t bedarf, auch keiner roten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Bini Adamczak: Der sch\u00f6nste Tag im Leben des Alexander Berkman. Vom wom\u00f6glichen Gelingen der Russischen Revolution. edition assemblage. 152 Seiten, 12,80 \u20ac<\/p>\n<p align=\"justify\">\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a> Vgl. Adamczak, Bini: Hauptsache Nebenwiderspruch, https:\/\/jungle.world\/artikel\/2012\/16\/hauptsache-nebenwiderspruch.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> Adamczak, Bini: GESTERN MORGEN. \u00fcber die einsamkeit kommunistischer gespenster und die rekonstruktion der zukunft, M\u00fcnster 2007, S. 147.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a> Ebd., S. 151.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a> Adamczak, Bini: Der sch\u00f6nste Tag im Leben des Alexander Berkman. Vom wom\u00f6glichen Gelingen der russischen Revolution, M\u00fcnster 2017, S. 19.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a> Benjamin, Walter: \u00dcber den Begriff der Geschichte, These VII.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p><a href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a> Ebd., These VI.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p><a href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a> Vgl. Adamczak, Bini: Der sch\u00f6nste Tag, S. 17.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p><a href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a> Benjamin, Walter: \u00dcber den Begriff der Geschichte, These XIV.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p><a href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a> Vgl. Adamczak, Bini: Der sch\u00f6nste Tag, S. 8, 13.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p><a href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a> Vgl. Ebd., S. 23.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p><a href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a> Ebd.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p><a href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a> Ebd., S. 55.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p><a href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a> Ebd., S. 56.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\">\n<p><a href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a> Ebd., S. 111.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\">\n<p><a href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a> Ebd., S. 107.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\">\n<p><a href=\"#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\">16<\/a> Berkman, Alexander: The Russian Tragedy, 2008 Fordburg (South Africa), S. 74.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\">\n<p><a href=\"#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\">17<\/a> Vgl. Adamzcak, Bini: Der sch\u00f6nste Tag, S. 108.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\">\n<p><a href=\"#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\">18<\/a> Vgl. Hobsbawm, Eric: Wie man die Welt ver\u00e4ndert. \u00dcber Marx und den Marxismus. M\u00fcnchen 2012, S. 79, 104ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\">\n<p><a href=\"#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\">19<\/a> Vgl. Adamczak, Bini: Der sch\u00f6nste Tag, S. 109ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\">\n<p><a href=\"#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\">20<\/a> Ebd., S. 112.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\">\n<p><a href=\"#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\">21<\/a> Ebd., S. 118.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\">\n<p><a href=\"#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\">22<\/a> Vgl. ebd., S. 101f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\">\n<p><a href=\"#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\">23<\/a> Ebd., S. 116ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\">\n<p><a href=\"#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\">24<\/a> Berkman, Alexander: Russian Tragedy, S. 63.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\">\n<p><a href=\"#sdfootnote25anc\" name=\"sdfootnote25sym\">25<\/a> Ebd., S. 72.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\">\n<p><a href=\"#sdfootnote26anc\" name=\"sdfootnote26sym\">26<\/a> Vgl. Adamczak, Bini: Beziehungsweisen Revolution. 1917, 1968 und kommende, Frankfurt\/M. 2017, S. 11ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\">\n<p><a href=\"#sdfootnote27anc\" name=\"sdfootnote27sym\">27<\/a> Vgl. Adamczak, Bini: Der sch\u00f6nste Tag, 126ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote28\">\n<p><a href=\"#sdfootnote28anc\" name=\"sdfootnote28sym\">28<\/a> Ebd., S. 132.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote29\">\n<p><a href=\"#sdfootnote29anc\" name=\"sdfootnote29sym\">29<\/a> Vgl. ebd., S. 124.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote30\">\n<p><a href=\"#sdfootnote30anc\" name=\"sdfootnote30sym\">30<\/a> Vgl. ebd., S. 115f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote31\">\n<p><a href=\"#sdfootnote31anc\" name=\"sdfootnote31sym\">31<\/a> Vgl. Ranci\u00e8re, Jacques: Kommunisten ohne Kommunismus?, in: Badiou, Alain, Slavoj \u017di\u017eek u.A. (Hrsg.): Die Idee des Kommunismus. Bd. I. Hamburg 2012, S. 205\u2013216.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote32\">\n<p><a href=\"#sdfootnote32anc\" name=\"sdfootnote32sym\">32<\/a> Vgl. Berkman, Alexander: Russian Tragedy, S. 59.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote33\">\n<p><a href=\"#sdfootnote33anc\" name=\"sdfootnote33sym\">33<\/a> Adamczak, Bini: Der sch\u00f6nste Tag, S. 133.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Olga Montseny \u00bbUnd jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.\u00ab \u2013\u00a0Emma Goldman Was w\u00e4re wenn? Mit dieser Frage kann man sich schonmal das Hirn zermartern. Was w\u00e4re, wenn ich mich gestern nicht schon wieder betrunken h\u00e4tte? Dann h\u00e4tte ich diese Rezension heute vielleicht besser schreiben k\u00f6nnen. Dem ist aber nicht so. Und damit scheint die &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/2018\/10\/unter-den-truemmern-huch88\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUnter den Tr\u00fcmmern: der kommende Kommunismus. 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