{"id":1437,"date":"2026-03-30T16:48:25","date_gmt":"2026-03-30T14:48:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/?p=1437"},"modified":"2026-03-30T16:48:26","modified_gmt":"2026-03-30T14:48:26","slug":"schreiben-gegen-alle-widerstaende-huch-99","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/2026\/03\/schreiben-gegen-alle-widerstaende-huch-99\/","title":{"rendered":"SCHREIBEN GEGEN ALLE WIDERST\u00c4NDE &#8211; HUch #99"},"content":{"rendered":"\n<p>| Marie Eisenmann &amp; Felix Prokein |<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#001489\" class=\"has-inline-color\">Gedichte, das geschriebene Wort in poetischer Form, ist nicht nur \u00e4sthetisches Vergn\u00fcgen und Einladung zur emphatischen Hinwendung. Es kann pr\u00e4gen und hat f\u00fcr Menschen mit ihren Biographien verschiedene Bedeutungen. Marie Eisenmann und Felix Prokein nehmen das Erscheinen von \u201eSei neben mir und sieh, was mir geschehen ist\u201c zum Anlass, einigen Perspektiven im Kontext von Fluchterfahrungen auf den Grund zu gehen.<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1199\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Huch-Illustrationen27-edited-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1442\" style=\"width:382px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Huch-Illustrationen27-edited-3.jpg 1199w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Huch-Illustrationen27-edited-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Huch-Illustrationen27-edited-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Huch-Illustrationen27-edited-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Huch-Illustrationen27-edited-3-24x16.jpg 24w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Huch-Illustrationen27-edited-3-36x24.jpg 36w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Huch-Illustrationen27-edited-3-48x32.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Poetry Project ist ein Berliner Verein, der seit 2016 literarische Dialogprojekte f\u00fcr junge Menschen mit Fluchthintergrund organisiert. In regelm\u00e4\u00dfigen Workshops kommen sie zum autobiografischen Schreiben zusammen, in den Sprachen Arabisch, Kurdisch, Persisch und Ukrainisch und pr\u00e4sentieren ihre Texte anschlie\u00dfend deutschlandweit auf der B\u00fchne. In L\u00e4ndern wie Iran oder Afghanistan spielt Poesie auch im Alltag eine wichtige Rolle, so hatte es Projektgr\u00fcnderin und SPIEGEL-Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl immer wieder auf ihren journalistischen Reisen erlebt. Das Poetry Project gr\u00fcndet auf dieser Erz\u00e4hltradition, die von einer besonderen sprachlichen Dichte und emotionalen Tiefe lebt. Dinge, die zun\u00e4chst unsagbar scheinen m\u00f6gen, werden so in ein kunstvolles Gespr\u00e4ch verwandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 2023\u201324 wurde The Poetry Project mit dem Projekt \u201eZeitzeug_innen der Zukunft \u2014 Geschichten der Deutschen von morgen\u201c vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ, ehem. BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms \u201eDemokratie leben!\u201c sowie von der bpb und der Postcode Lotterie gef\u00f6rdert. Das Projekt fand im Tandem mit dem PEN Berlin statt, dessen Autor_innen mit eigener Flucht- bzw. Migrationsgeschichte die jungen Schreibenden literarisch begleiteten. Zum Abschluss des Projekts publizierte der Verbrecher Verlag im November 2024 die Anthologie \u201eSei neben mir und sieh, was mir geschehen ist\u201c. Die Projektleiter_innen Levke Nissen, Theresa R\u00fcger und Birgit Schmitz trugen daf\u00fcr eine Auswahl an Gedichten und Kurzprosa von insgesamt 32 gefl\u00fcchteten Poet_innen zusammen. Wir wollten genauer wissen, welche Biografien und Perspektiven mit den Texten verbunden sind. Daher traf sich unsere Autorin Marie Eisenmann mit drei der Autor_innen der Anthologie zu zwei verschiedenen Gespr\u00e4chen. In einem ersten Gespr\u00e4ch mit Mariia Kaziun sprachen wir \u00fcber den russischen Angriffskrieg und die Bedeutung von Heimat f\u00fcr das eigene Schreiben, in einem zweiten Gespr\u00e4ch mit Ali Alzaeem und Tayebah Joya ging es um das politische Schreiben in Deutschland sowie in Syrien und Afghanistan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#001489\" class=\"has-inline-color\">\u201eEIN GEDICHT KANN EIN HAUS SEIN, ABER NICHT HEIMAT\u201c<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia Kaziun ist 21 Jahre alt. Urspr\u00fcnglich kommt sie aus der ukrainischen Stadt Kyjiw, wo sie Grafikdesign zu studieren begann. Seit M\u00e4rz 2022 ist sie jedoch in Berlin. An der Humboldt-Universit\u00e4t hat sie nun zus\u00e4tzlich drei Semester Kunstgeschichte studiert. Wir treffen uns f\u00fcr das Interview an einem Sonntag in der Bibliothek.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>HUch: Was bedeutet dir deine Zeit beim Poetry Project?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia:<\/strong> Es ist ein Platz, wo ich mit anderen einfach meine Erfahrungen und Gef\u00fchle teilen kann. Es war meine Psychotherapie. Seit dem Anfang des Krieges gab es daf\u00fcr nicht oft die M\u00f6glichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Warum schreibst du?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia: <\/strong>Ich mag meine Sprache. Ich mag viele W\u00f6rter, aus de- nen meine Sprache zusammengesetzt ist. Wenn ich richtig intensive Gef\u00fchle habe, kann ich sie nur so ausdr\u00fccken. Das ist sehr wichtig f\u00fcr mich. Ich w\u00fcrde sagen, dass viele ukrainische Menschen Gedichte f\u00fcr sich selbst schreiben, aber sie mit niemandem teilen. Das Projekt hilft mir zu verstehen, dass es okay ist, meine Gedichte zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Sind Gedichte ein gro\u00dfer Teil der ukrainischen Kultur?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia: <\/strong>Ich wei\u00df nicht genau. Aber wir haben richtig viele gute Poeten und Poetinnen in unserer Geschichte. Und ich w\u00fcrde sagen, das liegt sehr an unserer Sprache, weil sie sehr melodisch ist und viele Synonyme hat, f\u00fcr manche W\u00f6rter sogar f\u00fcnf oder mehr. Also kann man die W\u00f6rter austauschen, um genau das auszudr\u00fccken, was man will.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Viele Leute aus der Ukraine haben nach Kriegsbeginn kein Russisch mehr gesprochen. Wie war das bei dir?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia: <\/strong>Viele Leute haben in ihrem Leben nie Ukrainisch gesprochen. Und das war eines der gr\u00f6\u00dften Probleme. Bei meiner Familie war das auch so, sie konnten Ukrainisch, aber sie sprachen es nicht. Ich habe damals studiert und dadurch mit meinen Mitstudierenden auf Ukrainisch gesprochen, nicht auf Russisch. Als meine Familie dann am Anfang des Krieges mehr auf Ukrainisch oder nur noch auf Ukrainisch gesprochen hat, half es sehr, dass ich es besser konnte als sie. Inzwischen spreche ich auch besser Ukrainisch als Russisch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Was bedeutet dir denn das Schreiben in deiner eigenen Sprache?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia:<\/strong> Du versuchst alles pr\u00e4ziser und mit den richtigen W\u00f6rtern zu sagen. Du lernst deine Sprache nochmal, um zu schreiben. Und das ist dann ein kleines Geheimnis f\u00fcr dich selbst. Du suchst neue W\u00f6rter, neue Wege, um alles zu sagen und nicht nur um den Sinn zu \u00fcbermitteln. Das ist die eigentliche Arbeit w\u00e4hrend des Schreibens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Es gibt in dem Buch \u201eSei neben mir und sieh, was mir geschehen ist\u201c eine Einleitung zu den kurdischen Gedichten. Meral \u015e\u00eem\u015fek schreibt dort: \u201eDiese Gedichte wurden mein neues Zuhause. [&#8230;] Aus der Heimat der Poesie sende ich respektvolle Gr\u00fc\u00dfe.\u201c Du schreibst in einem deiner Gedichte auch von der \u201everzweifelten Liebe zur Heimat\u201c. K\u00f6nnen f\u00fcr dich Gedichte diese Heimat sein ?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia: <\/strong>Ich fing an zu schreiben, weil ich nicht mehr in der Ukraine sein konnte. Ich bin nicht mehr \u201ain meiner eigenen Sprache\u2018 und es hilft mir dabei, hier in Deutschland zu sein. Aber ich kann die Ukraine nicht durch die Gedichte ersetzen. Ich w\u00fcrde alle meine Gedichte daf\u00fcr eintauschen, dass wieder alles gut ist in der Ukraine und ich zur\u00fcck kann. Ich kann gerade nicht in der Ukraine sein, also bin ich in meinen Gedichten. Gedichte sind wie eine andere Welt. Eine Welt, wo du alles sagen und neu f\u00fchlen kannst. Sie sind ein Haus, aber keine Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: F\u00fcr wen schreibst du?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia: <\/strong>Manchmal f\u00fcr mich selbst. Viel f\u00fcr die Ukraine. Ich m\u00f6chte, dass die gesamte Ukraine mich h\u00f6rt. Wenn ich f\u00fcr mich selbst schreibe, will ich etwas in mir finden, vielleicht Gef\u00fchle. Wenn du f\u00fcr jemand anderen schreibst, m\u00f6chtest du, dass er das h\u00f6rt! Deine Gedanken, deine Gef\u00fchle, du willst das einfach teilen. Das f\u00fchlt sich an wie ein Liebesgedicht zu schreiben. Und ich liebe die Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: War diese Heimatliebe f\u00fcr dich immer schon da?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia:<\/strong> Das ist schwer zu sagen, aber ich wusste, dass ich die Ukraine liebe und dass diese Liebe gro\u00df ist. Aber es ist einfacher diese Liebe zu verstehen, wenn du nicht mehr dort bist. Wenn du etwas hast, dann wei\u00dft du vielleicht gar nicht, dass du es hast. Aber wenn es weg ist, wei\u00dft du genau, dass du es m\u00f6chtest.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Hast du das Gef\u00fchl, dass andere deine Situation besser verstehen, wenn du deine Gedichte bei Lesungen vortr\u00e4gst ?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia:<\/strong> Wei\u00dft du, manchmal h\u00f6ren Leute einfach nicht zu! Es ist leichter das zu verstehen, wenn du in der gleichen Situation bist, weil du es genauso f\u00fchlst. Aber wenn du das liest, bist du einfach ein Leser und nicht ein Mensch in dieser Situation. Aber ja, vielleicht k\u00f6nnen Menschen durch Gedichte mehr verstehen als durch Zeitungsartikel. Ich w\u00fcrde sagen, Gedichte sind ein bisschen wie Gem\u00e4lde. Aber Gem\u00e4lde brauchen auch einen \u201aAutor\u2018, der sagt: \u201eIch hatte diese Gef\u00fchle und deswegen habe ich das gemalt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Zum ukrainischen Teil des Buches schreibt Anna Melikova einf\u00fchrend: \u201eKrieg ist ein Narzisst. Er verlangt bedingungslose Anerkennung, ausschlie\u00dfliche Aufmerksamkeit. Er duldet kein anderes Thema um sich herum. Er vereinnahmt das Gehirn. Er verursacht Schuldgef\u00fchle. Darf man \u00fcber etwas anderes schreiben? \u00dcber etwas anderes sprechen? \u00dcber etwas anderes nachdenken?\u201c Ist das eine Frage, die dich auch besch\u00e4ftigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia: <\/strong>Wenn ich eine Idee habe, die nichts mit dem Krieg oder der Ukraine zu tun, frage ich mich nicht, ob ich dar\u00fcber schreiben darf. Nat\u00fcrlich darf ich das. Das ist mir auch wichtig. Aber ich f\u00fchle mich sicherer, wenn ich \u00fcber den Krieg schreibe, weil das zurzeit sehr wichtig ist. Manchmal gibt es Situationen, wo ich das Gef\u00fchl habe, ich muss dar\u00fcber einen Post auf Social Media machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Ist Schreiben also ein politischer Akt f\u00fcr dich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mariia:<\/strong> Fr\u00fcher h\u00e4tte ich das nicht gesagt, aber jetzt ist es so. Alles ist jetzt politisch. Wir k\u00f6nnen nicht \u00fcber etwas anderes schreiben, bis unsere Leute nicht mehr ermordet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#001489\" class=\"has-inline-color\">\u201eDIE LITERATUR IST DAS GR\u00d6SSTE ARCHIV UNSERER GESCHICHTE\u201c<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali Alzaeem ist 25 und kommt aus dem syrischen Idlib. Mit seiner Familie fl\u00fcchtete er 2015 aufgrund des syrischen B\u00fcrgerkrieges nach Deutschland. Inzwischen studiert er in Berlin Logistik. Tayebah Joya, geboren 1997, engagierte sich in Afghanistan in verschiedenen literarischen Vereinen. Au\u00dferdem arbeitete sie als Dozentin und erhielt ein Doktorand_innenenstipendium f\u00fcr persische Literatur und Linguistik. 2022 musste sie das Land jedoch verlassen, da die Taliban Frauen verbot, zu arbeiten. Unser Interview findet online statt. Wenn wir uns aufgrund von Sprachbarrieren gegenseitig nicht verstehen, nutzen wir Online-\u00dcbersetzer und KI.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Habt ihr vor eurer Teilnahme beim Poetry Project bereits geschrieben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali: <\/strong>Ich habe schon geschrieben, vor allem Gedichte auf Arabisch. Arabisch ist eine wunderbare und vielf\u00e4ltige Sprache. In der Schulzeit hatte ich Arabischunterricht, der mich beeinflusst und beeindruckt hat. Au\u00dferdem ist mein Vater Schriftsteller, ich habe also auch vieles von ihm gelesen. Als ich etwa 13 Jahre alt war, habe ich selbst versucht zu schreiben. Meine ersten Versuche waren eher traurig und chaotisch. Ich habe versucht, mich den bekannten arabischen Dichtern und Dichterinnen anzun\u00e4hern. Im Projekt habe ich dann mehr nach meiner eigenen Art und Weise geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tayebah: <\/strong>Ich habe auch vor dem Projekt schon geschrieben, insbesondere Gedichte, Essays und kurze Geschichten. Als ich sehr jung war, also 19 oder 20 Jahre alt, hatte ich ein gro\u00dfes Interesse, \u00fcber meine Gef\u00fchle und Gedanken zu schreiben. Schreiben war f\u00fcr mich wertvoll und beruhigend, und insgesamt hatte ich ein besonderes Interesse f\u00fcr Literatur. Sp\u00e4ter wollte ich selbst Teil davon werden und meine Familie hat mich sehr ermutigt und unterst\u00fctzt. Die Dari-persische Literatur ist sehr reich und war deshalb immer ein Teil meines Lebens und meiner Mitmenschen. Dieses Projekt hat meine Leidenschaft f\u00fcr das Schreiben in einer neuen Umgebung nach der Migration wiederbelebt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Aus welchem Grund schreibt ihr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tayebah: <\/strong>Wenn man schreibt, kann man sich selbst und anderen helfen, richtig zu denken. Schreiben gibt mir die M\u00f6glichkeit, das auszudr\u00fccken, was ich nicht sagen konnte und es mit anderen zu teilen. Au\u00dferdem hilft mir das Schreiben, besser mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen und kreative L\u00f6sungen zu finden. Es erm\u00f6glicht mir, eine neue Welt f\u00fcr mich selbst zu erschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali: <\/strong>Ich habe angefangen zu schreiben, weil ich Sprache mochte. Und um mich selbst besser zu verstehen. Es ist wichtig, dass man schreibt, denn die Literatur bleibt das gr\u00f6\u00dfte Archiv unserer Geschichte. Besonders f\u00fcr Gefl\u00fcchtete. Keiner hat unsere Geschichte bisher aufgeschrieben. Wenn sich die deutsche Gesellschaft unsere Geschichte anschaut, erinnert sie sich, wie die Gefl\u00fcchteten an Bahnh\u00f6fen in Deutschland ankamen, wie sie aufgenommen wurden und wie sie integriert worden sind. Aber woher und warum sie kamen, wird nicht intensiv diskutiert. Das Projekt bietet also auch die Gelegenheit, den Deutschen diese Geschichten zu erz\u00e4hlen. Auch deswegen mache ich bei diesem Projekt mit. In 100 oder 200 Jahren m\u00fcssen die Leser und Leserinnen von uns erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Ist Schreiben f\u00fcr euch politisch?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali: <\/strong>Ja und nein. Unsere Geschichten sind nicht nur da, um zu erkl\u00e4ren, wie die politische Lage in unseren L\u00e4ndern ist, sondern auch um zu zeigen, wie die Menschen hier ankamen und von null neu anfingen. Wie sie begannen hier Schulen zu besuchen, versuchten neue Arbeit zu suchen und sich in eine neue Gesellschaft zu integrieren, diese Sprache und diese Kultur verstehen zu lernen. Dieser Kampf war f\u00fcr viele Gefl\u00fcchtete hart. Man sieht das auch an den Texten des Projekts. 2017, 2018 und 2019 waren das vor allem Erz\u00e4hlungen \u00fcber den Weg nach Deutschland, aber 2020 waren die Texte \u00fcber das \u00dcberleben und die Integration in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tayebah:<\/strong> Die Aufgabe jedes Dichters ist es, seine Zeit zu reflektieren. Es ist unsere Pflicht, die aktuellen Zust\u00e4nde zu dokumentieren und zu hinterfragen. Das Schreiben gibt mir die M\u00f6glichkeit, auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und eine Stimme f\u00fcr die Menschen zu sein, die selbst nicht sprechen k\u00f6nnen. Ich habe in einer Situation gelebt, in der es immer Krisen gab, die mein Leben und somit auch mein Schreiben beeinflusst haben. Daher wird immer ein Teil meines Schreibens politisch bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Also ein Mitschreiben, was andere nicht aufschreiben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tayebah:<\/strong> Ja, das Schreiben gibt mir die M\u00f6glichkeit, einzigartige Perspektiven und pers\u00f6nliche Erfahrungen auszudr\u00fccken. Jeder Schriftsteller hat seine eigenen Geschichten und Erfahrungen, die anderen helfen k\u00f6nnen, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. In Afghanistan ist die Situation der Frauen sehr herausfordernd, und das Schreiben gibt mir die Gelegenheit, diese Probleme darzustellen. Ich kann klar sagen, dass afghanische Frauen Opfer einer globalen Politik waren und sind, und die Weltgemeinschaft hat bisher nichts f\u00fcr sie getan. Au\u00dferdem ist es mir wichtig, zu sagen, dass Krieg, Gewalt und Terrorismus in keiner Welt akzeptabel sind. Ich kann immer wieder dagegen aufstehen und Nein dazu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali:<\/strong> Wenn man sich anschaut, woher die meisten Gefl\u00fcchteten nach Deutschland kamen, sind das vor allem Kriegsgebiete.<sup data-fn=\"48510ff0-67f7-4e42-89aa-3b24747fe6c4\" class=\"fn\"><a href=\"#48510ff0-67f7-4e42-89aa-3b24747fe6c4\" id=\"48510ff0-67f7-4e42-89aa-3b24747fe6c4-link\">1<\/a><\/sup> Es \u00e4rgert mich, dass Politiker in Deutschland gesagt haben, Syrer sind Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge. Ich habe dar\u00fcber geschrieben, dass in Syrien vor dem Krieg niemand dachte, er w\u00fcrde nach Deutschland kommen. Sp\u00e4ter war das eine Zufallsentscheidung. Es war nicht geplant. Der Weg hat uns nach Deutschland gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Du schreibst also gegen die Geschichten des Mainstreams an, die immer wieder falsch erz\u00e4hlt werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali: <\/strong>Ja, es wird immer erz\u00e4hlt, dass die Gefl\u00fcchteten denken: \u201eDeutschland ist toll, da gehen wir hin.\u201c Diese Hoffnung gab es gar nicht, die Leute kannten Deutschland \u00fcberhaupt nicht. Sie wussten nicht, was es dort gibt, ob man da arbeiten kann oder eine Wohnung bekommt. Das wussten wir alles nicht. Wir haben es erst erfahren, als wir in Deutschland ankamen. Ich wusste in der Willkommensklasse zwei Jahre lang nicht, dass ich dort bin, um Deutsch zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Seid ihr mit bestimmten Erwartungen oder Meinungen konfrontiert, wenn ihr Lesungen mit dem Poetry Project macht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tayebah:<\/strong> Wenn ich meine Gedichte lese, verstehen die Zuh\u00f6rer manchmal bestimmte Aspekte meiner Gedichte nicht, weil Sprache nicht nur ein Kommunikationsmittel ist, sondern ein gro\u00dfer Teil der Kultur. Wenn ich zum Beispiel \u00fcber Kabul schreibe, \u00fcber Stra\u00dfen oder bestimmte Namen, fragen mich die Leute danach oft: \u201eWas bedeutet das?\u201c Aber wenn ich \u00fcber Krieg, Gewalt oder Hoffnung und menschliche \u00dcberzeugungen schreibe, verstehen mich alle. Deshalb mag ich es, \u00fcber das gemeinsame Schicksal der Menschen zu schreiben und global zu denken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali:<\/strong> Ich kann ein Beispiel geben. Ich komme aus dem Norden Syriens, aus dem Idlib-Gebiet. Manche, die hier die Nachrichten lesen, denken, dort gibt es nur Islamisten. Bei einer Lesung meinte mal eine Person: \u201eDu kommst aus der Stadt, da gibt es ja nur Radikale.\u201c Nach der Lesung versteht man aber besser, wer ich bin und woher ich komme. Das hat sich nat\u00fcrlich auch ver\u00e4ndert, besonders in Berlin. Man hat besser verstanden, dass man in junge Menschen investieren muss. Es gibt immer dieses Vorurteil: Die M\u00e4nner aus den Nahen Osten wollen uns islamisieren und sie wollen unsere Frauen. Blablabla. Wenn man mit uns spricht, versteht man aber auch, dass wir offen sind und dass wir uns integrieren wollen. Viele haben ihre Meinung dadurch ge\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Ist es manchmal anstrengend, in dieser Rolle zu sein? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali:<\/strong> Ja, nat\u00fcrlich ist es anstrengend. Man muss es wiederholen und wiederholen und wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Ali, du schreibst in deinem Gedicht <em>Im neuen Jahr<\/em> die Verse: \u201eWas f\u00fcr ein langweiliger Dichter bin ich geworden! Ich war in keinem Gef\u00e4ngnis und meine Finger wurden nicht gebrochen.\u201c Und in dem Gedicht <em>Mein roter Reisepass<\/em> schreibst du: \u201eKann man wirklich revolution\u00e4re Zeilen schreiben ohne Haftbefehl?\u201c Wie viel Freiheit braucht f\u00fcr dich das Schreiben ?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali: <\/strong>Ich brauche die Freiheit in Deutschland, um zu schreiben, wie ich m\u00f6chte. Viele arabische Dichter, die die Gesellschaft kritisiert haben, sind entweder im Knast gelandet oder wurden aus dem Land abgeschoben. Ich will die neuen Autoren und Dichterinnen daran erinnern, dass viele Dichterinnen und Dichter geschrieben haben, obwohl sie in einem diktatorischen Regime gelebt haben. Wir d\u00fcrfen nicht den Mut verlieren, \u00fcber unser Land und \u00fcber die Freiheit zu schreiben. Ich komme aus einem Krieg, ich habe schwierige Zeiten miterlebt. Es ist schade, dass ich das erleben musste, aber ich sehe auch, wie ich mein Leben besser lebe, weil es knapp war, dass ich \u00fcberlebt habe. Knapp, dass ich nicht durch eine Bombe gestorben bin. Ich habe in Deutschland jetzt alles, was ich brauche als Mensch. Deswegen sage ich auch, \u201eich bin ein langweiliger Dichter geworden\u201c, weil alles da ist und ich nichts Hartes mehr erlebe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Entsteht die bessere Literatur in unfreien Zeiten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali: <\/strong>In ruhigen Zeiten entwickelt sich Literatur auch. Aber ich finde die Texte aus den alten Zeiten waren die spannenderen. Wenn wir schauen, was die besten Texte sind, dann sind das meistens die \u00fcber Krieg und nicht die \u00fcber sch\u00f6ne Zeiten. Die gibt es auch. Aber die bekannten, die immer gelesen werden, sind nat\u00fcrlich die Texte, die ein bisschen hart sind. Diese bleiben uns im Kopf. Wenn wir uns an die harten und schlimmen Zeiten erinnern, k\u00f6nnen wir auch besser f\u00fcr die Zukunft vorsorgen. Und deswegen ist es in Deutschland auch immer wichtig, an den Holocaust zu erinnern. Es muss in der Literatur, im Theater, in Filmen darauf geschaut werden, damit man die Geschichte kennt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUch: Tayebah, du musstest vor zwei Jahren Afghanistan verlassen, weil du dort als Frau nicht mehr arbeiten durftest. Hat das dein Schreiben oder dein Nachdenken \u00fcber das Schreiben ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tayebah:<\/strong> Ich kann nat\u00fcrlich auf keinen Fall sagen, dass die Situation in Afghanistan gut f\u00fcr mich war. Aber gerade durch die Einschr\u00e4nkung in Afghanistan, als Frau nicht arbeiten und nicht studieren zu d\u00fcrfen, wurde Schreiben f\u00fcr mich zu einem Akt des Widerstands. Jetzt nutze ich die Freiheit in Deutschland, um \u00fcber die Gleichberechtigung oder die Freiheit der Frauen zu schreiben. Jede Frau muss dar\u00fcber sprechen, egal ob Autorin oder nicht. Das ist unsere Aufgabe in dieser Zeit! Wir haben erlebt, wie wichtig es ist, eine Stimme zu haben und sie zu nutzen, um Ver\u00e4nderungen zu bewirken. Ein Gedicht ist f\u00fcr mich nicht nur ein Gedicht, es ist auch ein Kampf! Ich glaube auch, dass in Afghanistan nicht mehr lange so weitergemacht werden kann, denn auch f\u00fcr Frauen m\u00fcssen in meinem Land alle Menschenrechte, einschlie\u00dflich das Recht auf Arbeit und Bildung, gelten. Und ich bin sicher, dass sich die Situation in meinem Land nicht \u00e4ndern wird, solange sich die Situation der Frauen in meinem Land nicht \u00e4ndert. Seit drei Jahrzehnten befindet sich Afghanistan in einem instabilen Zustand, weil alle Frauen isoliert sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ali:<\/strong> Es gibt einen syrischen Dichter<sup data-fn=\"18ae679e-e750-40f4-8fb5-faf2044dc703\" class=\"fn\"><a href=\"#18ae679e-e750-40f4-8fb5-faf2044dc703\" id=\"18ae679e-e750-40f4-8fb5-faf2044dc703-link\">2<\/a><\/sup>, der dazu einen passenden Satz formuliert hat. Er sagte: \u201eWie feig ist die Poesie, wenn sie nicht den Zorn reitet?\u201c Gedichte m\u00fcssen immer einen Appell an die Gesellschaft haben. Nat\u00fcrlich ist da immer Wut dabei, wie etwa, dass die Lage von Frauen in Afghanistan schlecht ist. Deswegen m\u00fcssen wir jetzt etwas schreiben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><br><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#001489\" class=\"has-inline-color\">Das Buch \u201eSei neben mir und sieh, was mir geschehen ist\u201c (240 Seiten), herausgegeben von The Poetry Project und PEN Berlin ist 2024 im Verbrecher Verlag erschienen.<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n<ol class=\"wp-block-footnotes\"><li id=\"48510ff0-67f7-4e42-89aa-3b24747fe6c4\">Laut eines 2017 erschienenen Berichts des Bundesamts f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge kamen 67,8% der Asylantragsteller_innen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak: https:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Anlagen\/DE\/Statistik\/ BundesamtinZahlen\/bundesamt-in-zahlen-2016.pdf?__ blob=publicationFile&amp;v=1 ; letzter Aufruf: 06.02.2025 <a href=\"#48510ff0-67f7-4e42-89aa-3b24747fe6c4-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"18ae679e-e750-40f4-8fb5-faf2044dc703\">Zitat des syrischen Dichters Nizar Qabbani. <a href=\"#18ae679e-e750-40f4-8fb5-faf2044dc703-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 2 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>| Marie Eisenmann &amp; Felix Prokein | Gedichte, das geschriebene Wort in poetischer Form, ist nicht nur \u00e4sthetisches Vergn\u00fcgen und Einladung zur emphatischen Hinwendung. Es kann pr\u00e4gen und hat f\u00fcr Menschen mit ihren Biographien verschiedene Bedeutungen. Marie Eisenmann und Felix Prokein nehmen das Erscheinen von \u201eSei neben mir und sieh, was mir geschehen ist\u201c zum &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/2026\/03\/schreiben-gegen-alle-widerstaende-huch-99\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSCHREIBEN GEGEN ALLE WIDERST\u00c4NDE &#8211; HUch #99\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"[{\"content\":\"Laut eines 2017 erschienenen Berichts des Bundesamts f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge kamen 67,8% der Asylantragsteller_innen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak: https:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Anlagen\/DE\/Statistik\/ BundesamtinZahlen\/bundesamt-in-zahlen-2016.pdf?__ blob=publicationFile&amp;v=1 ; letzter Aufruf: 06.02.2025\",\"id\":\"48510ff0-67f7-4e42-89aa-3b24747fe6c4\"},{\"content\":\"Zitat des syrischen Dichters Nizar Qabbani.\",\"id\":\"18ae679e-e750-40f4-8fb5-faf2044dc703\"}]"},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1437","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1437"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1437\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1446,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1437\/revisions\/1446"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}