{"id":1074,"date":"2023-05-01T08:28:00","date_gmt":"2023-05-01T06:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/?p=1074"},"modified":"2023-05-19T15:49:27","modified_gmt":"2023-05-19T13:49:27","slug":"exzellente-exklusivitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/2023\/05\/exzellente-exklusivitaet\/","title":{"rendered":"Exzellente Exklusivit\u00e4t &#8211; HUch#96 (Pre-Release)"},"content":{"rendered":"\n<p>| von Tea Medar Collot |<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Alle, die mir helfen wollen, sind verzweifelt&#8220;, so beschreibt Zora ihre bisherigen Bem\u00fchungen, an der HU f\u00fcr Barrierefreiheit zu sorgen. Im Interview erz\u00e4hlt sie von fehlenden Verantwortlichkeiten, dem andauernden Kampf um Teilhabe, Kostenfragen und dem allzu gerne zitierten Denkmalschutz.<\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aufgrund ihrer zentralen Lage und ihres hohen Ansehens k\u00f6nnte die Humboldt-Universit\u00e4t den Eindruck erwecken, um Zug\u00e4nglichkeit besonders bem\u00fcht zu sein. Im Gespr\u00e4ch mit der HUch liefert die 24-j\u00e4hrige Zora jedoch eine ganz andere Einsch\u00e4tzung. Die Studentin sitzt aufgrund einer neuromuskul\u00e4ren Autoimmunerkrankung seit Anfang 2021 im Rollstuhl und zieht nach ihrem ersten Semester an der Universit\u00e4t eine ern\u00fcchternde Zwischenbilanz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Zora, du studierst seit dem WiSe 22\/23 Sozialwissenschaften an der HU \u2013 weshalb hast du dich f\u00fcr dieses Studienfach und warum gerade f\u00fcr die Humboldt-Universit\u00e4t entschieden?<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/webseite-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1092\" srcset=\"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/webseite-1.png 500w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/webseite-1-300x300.png 300w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/webseite-1-150x150.png 150w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/webseite-1-100x100.png 100w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/webseite-1-24x24.png 24w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/webseite-1-36x36.png 36w, https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/webseite-1-48x48.png 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Z: Ein gro\u00dfes Interesse an politischen Themen hatte ich schon immer. Nachdem ich mich bei der Schwerbehindertenbeauftragten der HU beraten lie\u00df, war mir schnell klar, dass es dieses Studium sein soll. Und ich merke auch, dass ich gut darin bin. Mein alter Arbeitsplatz, das Krankenhaus, ist ein Ort, an dem verschiedenste Menschen mit verschiedenen Hintergr\u00fcnden, verschiedener \u00f6konomischer Schichten, verschiedenen Alters zusammentreffen. Mir gefiel die Vorstellung, dass ich meinen alten Beruf als Kinderpflegerin nicht \u201awegwerfe\u2018, wenn ich ihn schon nicht mehr aus\u00fcben kann, sondern die Dinge, die ich dort erlebt habe, aus soziologischer Perspektive begreifen lerne.<br>F\u00fcr die HU habe ich mich entschieden, weil ich sehr zentral wohne und zwei Mal die Woche ins Krankenhaus fahren muss. Kurze Wege sind dabei extrem wichtig <strong>\u2013<\/strong> aktuell k\u00f6nnte ich sogar von Zuhause aus im Rollstuhl zur HU gelangen. So schaffe ich es alleine immer zur Uni, wenn ich muss, manchmal direkt vom Krankenhaus aus. Zudem studieren viele meiner Freund_innen hier, und da ich mit meiner Krankheit bereits genug am Hals habe, konnte ich die Hilfe bei der Einf\u00fchrung in zahlreiche Systeme wie Agnes und Moodle gut gebrauchen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Dein Wunsch ist unter anderem, die Arbeit, die du vorher gemacht hast, auf einer soziologisch-theoretischen Ebene zu begreifen. Inwiefern ist das deiner Wahrnehmung nach an der HU realisierbar?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Das ist das, was ich besonders tragisch finde: Die Studieninhalte machen mir viel Spa\u00df und insgesamt entspricht alles meinen Erwartungen. Meine Dozent_innen sind zu 100% zufrieden mit meinen Leistungen und ermutigen mich auch alle, auf keinen Fall aufzugeben. Sie sagen, dass ich in dieses Studium geh\u00f6re. Darum ist es umso trauriger, wenn es mir als Frau im Rollstuhl einfach am r\u00e4umlichen Zugang zum Studium mangelt, weil die Uni nicht ausreichend barrierefrei ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: <\/strong><strong>Am 11.06.2010 stellte der RefRat einen Antrag beim Studierendenparlament vor, der u.a. die &#8222;nachhaltige Vorsorge [&#8230;] f\u00fcr die demokratische Teilhabe aller Studierender, und somit auch Menschen mit Behinderungen und\/oder chronischen Krankheiten an Lehre und Studium&#8220; forderte.<a id=\"sdfootnote1anc\" href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><a id=\"sdfootnote2anc\" href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a> Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.<a id=\"sdfootnote3anc\" href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a> Wie siehst du diesen Beschluss in der Realit\u00e4t umgesetzt und wo finden sich noch<\/strong><strong> Barrieren, mit denen du dich im Uni-Alltag auseinandersetzen musst?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Ich merke in meinem Alltag eigentlich \u00fcberhaupt nichts davon: Ich komme bis heute kaum in meine Geb\u00e4ude rein. Am Eingang des SoWi-Instituts ist beispielsweise eine Rampe angebracht worden, \u00fcber die ich aber alleine schlecht gelange. Ich komme alleine auch nicht in die DOR26, weil \u00fcberall kleine Schwellen sind <strong>\u2013<\/strong> auch an barrierefreien Eing\u00e4ngen. Alle T\u00fcr\u00f6ffner befinden sich so nah am Eingang, dass sich die T\u00fcren in der Zeit, in der der Knopf im Rollstuhl gedr\u00fcckt werden kann, wieder verschlie\u00dfen. Der Hof der zwar prinzipiell barrierefreien INV42 ist voll Bauarbeiten: Dort gibt es L\u00fccken, in denen ich h\u00e4ngenbleibe. <br>Falls die Geb\u00e4ude dann einmal zug\u00e4nglich sind, befinden sich in den H\u00f6rs\u00e4len und Seminarr\u00e4umen keine richtigen Tische. Ich sitze dort ganz vorne, komplett alleine, irgendwo an der Seite. Viele Professor_innen sind bem\u00fcht und k\u00fcmmern sich darum, dass es einen Tisch gibt, an dem ich sitzen kann. Aber eigentlich m\u00fcssten diese Tische, die es f\u00fcr Behinderte bereits geben sollte, auch h\u00f6henverstellbar sein. Es gibt n\u00e4mlich keine normierte Rollstuhlgr\u00f6\u00dfe. Ich finde es wahnsinnig besch\u00e4mend, da vorne zu sitzen und auf meinem Scho\u00df mitschreiben zu m\u00fcssen, nur weil die Infrastruktur das nicht vorsieht. Und ich k\u00f6nnte diese Liste noch sehr lange fortf\u00fchren: Zum Beispiel bei der Mensa S\u00fcd, bei der wie bei so vielen anderen Geb\u00e4uden die Fl\u00fcgelt\u00fcren nicht alleine aufgehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: In der \u00d6ffentlichkeit d\u00fcrfen Rampen eine Steigung von sechs Prozent ja gar nicht \u00fcbersteigen. Kannst du ungef\u00e4hr einsch\u00e4tzen, wie steil diese Rampe am SoWi-Institut ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Sechs Prozent sind ziemlich gering, diese Rampe ist um einiges steiler. Sie wurde kurzfristig \u00fcber eine f\u00fcnf Zentimeter hohe T\u00fcrschwelle angebracht, um mir zu helfen. Nat\u00fcrlich ist so eine L\u00f6sung alles andere als ideal. Und es sagt bereits eine Menge aus, dass das vorher niemandem auffiel.<br>Da diese neue Rampe so steil ist, ist der \u00dcbergang zum Bordstein sehr abrupt. Alle, die einmal ein Fahrrad geschoben haben, wissen, dass bei einer Steile so ein Rad schnell h\u00e4ngenbleibt. Zudem liegt der T\u00fcrknopf am h\u00f6chsten Punkt: Wenn man die Rampe hochf\u00e4hrt und auf den Knopf dr\u00fcckt, dann rollt man, w\u00e4hrend die T\u00fcren sich \u00f6ffnen, r\u00fcckw\u00e4rts wieder herunter. Dabei ist es mir schon passiert, dass sich mein elektrischer Rollstuhl auf die Hinterr\u00e4der stellen musste, um mich vor Schlimmerem zu bewahren. Ich besitze diese R\u00fcckfallst\u00fctze <strong>\u2013<\/strong> Menschen mit mechanischem Rollstuhl tun das nicht. Und weil diese Rollstuhlfahrer_innen mit eigenem Antrieb und dadurch mit mehr Schwung fahren, k\u00f6nnten sie einfach st\u00fcrzen und gegebenenfalls auf ihrem Sch\u00e4del landen. Selbst mit meinem elektrischen Rollstuhl bin ich schon mehrfach dort h\u00e4ngengeblieben.<br>Zudem h\u00f6rt es am SoWi-Institut nicht auf: Wenn ich beim Vorw\u00e4rtsrollen \u00fcber die Schwellen an der DOR26 einmal mit ein bisschen mehr Tempo gehabt h\u00e4tte, w\u00e4re ich vorn\u00fcber aus meinem Rollstuhl gefallen. Genauso in der UL6: W\u00fcrde ich mit etwas mehr Schwung auf die kleine Stufe vor einem H\u00f6rsaal fahren <strong>\u2013<\/strong> so schnell, wie Leute \u00fcblicherweise gehen, um die f\u00fcnf km\/h <strong>\u2013<\/strong> w\u00fcrde das genauso bedeuten, vorne herauszufallen. Das sind alles erhebliche Sicherheitsrisiken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: F\u00e4llt dir dennoch ein Ort an der HU ein, der f\u00fcr dich einigerma\u00dfen zug\u00e4nglich ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Zumindest das Grimm-Zentrum funktioniert ganz gut, obwohl es auch dort Barrieren gibt. Aber diese sind immerhin so gestaltet, dass ich einigerma\u00dfen am Betrieb teilnehmen kann. Daf\u00fcr sind die G\u00e4nge im Geb\u00e4ude sehr eng, sodass ich auch mit meinem sehr schmalen Rollstuhl schlecht entlang passe. Dabei habe ich ja sogar den Rollstuhl gewechselt, um es der Uni leichter zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Spannenderweise erschien vor 13 Jahren ein Artikel im Tagesspiegel, der die mangelnde Barrierefreiheit am Grimm-Zentrum kritisierte.<a href=\"#sdfootnote4sym\" id=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> Damals verstie\u00dfen sowohl die HU als auch der Senat wegen mangelhafter Pr\u00fcfung der Baupl\u00e4ne gegen die Berliner Bauordnung, welche die DIN-Normen f\u00fcr Barrierefreies Bauen vorgibt. Nach Protesten der Studierenden hat sich in der Zwischenzeit wohl einiges getan. Warum mussten die Studierende erst protestieren, damit im Grimm-Zentrum etwas passiert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Wenn erst bei \u00f6ffentlichem Druck \u00fcber Barrierefreiheit nachgedacht wird, entsteht bei mir der Eindruck, dass der Humboldt-Universit\u00e4t der eigene Ruf wichtiger ist als die Studierenden. Mir wird das Gef\u00fchl vermittelt, eine Last zu sein. Im Sinne von: Da muss man sich jetzt halt mit besch\u00e4ftigen, und man wei\u00df eigentlich auch, dass etwas schief l\u00e4uft <strong>\u2013<\/strong> aber es w\u00e4re praktischer, wenn ich dann in zwei Semestern einfach ein Fernstudium mache. Dann m\u00fcsste man sich jetzt auch nicht so sehr bem\u00fchen. <br>Ich habe das Gef\u00fchl, permanent gegen ein System k\u00e4mpfen zu m\u00fcssen, das mich eigentlich gar nicht teilhaben lassen m\u00f6chte. Der Weg \u00fcber die \u00d6ffentlichkeit oder \u00fcber Proteste ist noch zus\u00e4tzlich kr\u00e4ftezehrend. Ich muss an der Uni auch so schon sehr viele verschiedene Stellen aufsuchen und leiste so viel unentgeltliche Arbeit, um hier \u00fcberhaupt studieren zu k\u00f6nnen. Dabei muss ich auch alle f\u00fcr mich relevanten Barrieren im Blick behalten, indem ich z.B. in den Semesterferien alle R\u00e4ume aufsuche, die f\u00fcr mich im kommenden Semester wichtig sind. Ich f\u00fchle mich durch meine T\u00e4tigkeit immer mehr, als w\u00e4re ich die Schwerbehindertenbeauftragte f\u00fcr Rollstuhlfahrer_innen an der HU, und nicht wie eine Studentin. Das ist aber definitiv nicht mein Job.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Inwiefern geht das zusammen, dass die HU sich nach au\u00dfen so inklusiv gibt und dir nach innen so viel Arbeit aufhalst?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Inklusion ist Arbeit <strong>\u2013<\/strong> und ich habe das Gef\u00fchl, dass es nicht unbedingt die Bereitschaft gibt, diese Arbeit zu leisten. Obwohl ich mir bei der HU auch denke, dass sie sich nach au\u00dfen total inklusiv gibt, und sich politisch positioniert, wie z.B. zum Ukrainekrieg. Dann erwarte ich aber, dass sie sich das \u201aPolitische\u2018 nicht nur auf die Fahne schreibt, sondern auch umsetzt. Und dass die Uni in der Hinsicht nicht einfach wie ein Unternehmen gef\u00fchrt wird <strong>\u2013<\/strong> mit Inklusivit\u00e4t als Marketingstrategie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Wie ist, im Vergleich dazu, deine Beziehung zu Kommiliton_innen, Dozent_innen und Mitarbeitenden an der Universit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Die Menschen am Institut und an der Uni sind gr\u00f6\u00dftenteils sehr solidarisch. Ich kann mich darauf verlassen, dass sie mich im Alltag unterst\u00fctzen und mir beispielsweise helfen, die Eing\u00e4nge zu benutzen. Die Bereitschaft ist da. Aber die ist vor allem da, weil jede_r sieht, dass die Uni nicht barrierefrei ist.<br>Unangenehm finde ich hingegen, dass ich f\u00fcr viele anscheinend die erste Person mit einer sichtbaren Behinderung bin, mit der sie interagieren. Und ich frage mich, wie das sein kann, dass mir st\u00e4ndig gesagt wird: &#8222;Sie sind Pionierin hier!&#8220;, da ich wohl die Erste am SoWi-Institut bin, die dort mit Rollstuhl studiert. Viele scheinen keine richtige Vorstellung von Behinderungen haben. Die denken dann einfach, ich sei querschnittsgel\u00e4hmt, als g\u00e4be es keine anderen Behinderungen. Trotz allem bin ich f\u00fcr die \u00fcberwiegende Solidarit\u00e4t nat\u00fcrlich total dankbar. So h\u00e4tten wir beispielsweise ohne das Engagement meines Studienberaters nicht durchgesetzt, dass ich einen Nachteilsausgleich f\u00fcr das ganze Studium bekomme.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: In der Beratung f\u00fcr Lehre und Studium des RefRats h\u00e4ufen sich immer wieder F\u00e4lle, in denen Nachteilsausgleiche aufgrund von Kleinigkeiten nicht anerkannt werden und Studierende sogar dagegen vorgehen m\u00fcssen. Dass dein Studienberater sich da so durchsetzen konnte, klingt nach einem riesigen Kraftakt. Wie funktioniert das sonst mit dem Nachteilsausgleich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Man muss f\u00fcr jede einzelne Pr\u00fcfung ein neues Attest einreichen <strong>\u2013<\/strong> da ist der Grad der Behinderung komplett egal, der bei mir 80 betr\u00e4gt.<a href=\"#sdfootnote5sym\" id=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a> Mein Arzt k\u00f6nnte denen immer das Gleiche schicken, daran \u00e4ndert sich nichts. Mit dem Nachteilsausgleich bekomme ich l\u00e4ngere Pr\u00fcfungszeiten, dazu muss ich ihn normalerweise mindestens sechs Wochen vorher beim Pr\u00fcfungsb\u00fcro beantragen. Aber offenbar ist so etwas wie meine Situation mit unheilbarer, chronischer Krankheit \u00fcberhaupt nicht vorgesehen. Es ist so absurd, weil ich offensichtlich schwer behindert bin, von Sprache \u00fcber Muskelkraft bis zum Schreiben. Und dass es f\u00fcr mich schwierig war, einen dauerhaften Nachteilsausgleich zu bekommen, finde ich erschreckend. Man hat das Gef\u00fchl, unterstellt zu bekommen, einen ungerechtfertigten Vorteil f\u00fcr sich einziehen zu wollen. Dabei geht es doch nur um gleiche Teilhabe. Dazu wei\u00df ich gar nicht, wie viele Leute diesen Attest in die H\u00e4nde kriegen, wenn ich jedes Mal einen Neuen einreiche.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Wie w\u00fcrdest du sagen wirken sich diese ganzen Barrieren, vom Nachteilsausgleich bis zu den Geb\u00e4uden, auf deine akademische Leistung aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Bisher habe ich es geschafft, meine Leistungen nicht zu stark darunter leiden zu lassen. Das hat allerdings seinen Preis: meine Freizeit und mein Wohlbefinden bis hin zu meiner Gesundheit. An der Uni leidet all das darunter, obwohl ich mich beispielsweise in meinem Zuhause \u00fcberhaupt nicht behindert f\u00fchle. Meine Wohnung ist barrierefrei und ich brauche weder Assistenz- noch Pflegekraft. Auch in meiner Freizeit merke ich meine Behinderung selten. Aber an der Uni&#8230; Hier f\u00fchle ich mich wahnsinnig behindert und automatisch kr\u00e4nker. Das hat einen starken Einfluss auf mich, wie stark ich mir hier meiner Behinderung bewusst bin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Was macht dein Engagement im Kampf gegen die Barrieren mit deiner Gesundheit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Mit meinen Erkrankungen ist es so, dass ich mich viel ausruhen muss, weil meine Muskeln nur begrenzt versorgt werden. Nach meiner Infusionstherapie, die einmal die Woche stattfindet, brauche ich Ruhe, da ich durch Immunsuppressiva t\u00e4glich eine Art Mini-Chemotherapie zu mir nehme. In der Vergangenheit war es trotzdem oft so, dass ich am Tag danach wieder an die Uni gefahren bin, um Gespr\u00e4che \u00fcber Barrierefreiheit zu f\u00fchren. Bei Autoimmunerkrankungen sollte man Stress eigentlich vermeiden, da dieser Sch\u00fcbe ausl\u00f6sen kann. Alles, was ich hier f\u00fcr eine gleiche Teilhabe am Studium tun muss, geht also zu Lasten meiner Gesundheit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Das hei\u00dft, was die Universit\u00e4t nicht hinbekommt, darfst du mit deiner Gesundheit ausbaden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Leider, ja. Aufgrund der kurzen Wegzeiten und der flexiblen Gestaltung meines Stundenplans hatte ich die Hoffnung, es w\u00fcrde einfacher. Dabei habe ich die Arbeit, die ich hier verrichten muss, nicht eingeplant. Meine Gesundheit leidet nicht unter dem Studium, sondern unter dem Umgang mit Barrieren und den Termine, die ich einplanen muss, um gegen diese zu k\u00e4mpfen. Zudem bin ich bei solchen Terminen immer auf andere Menschen angewiesen. Zwar bin ich dankbar f\u00fcr alle, die mich unterst\u00fctzen, aber ich w\u00e4re gerne einfach unabh\u00e4ngig. Irgendwann nervt es auch, immer &#8222;Bitte&#8220; und &#8222;Danke&#8220; zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Vorhin sprachst du an, dass sich die Uni dieses Problems und der Barrieren eigentlich bewusst sein sollte. Woran scheitert es, diese zu bek\u00e4mpfen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Einmal daran, dass es so ein kleinstaatliches System gibt: Wenn ich eine Barriere entdecke, dann ist das von Institut zu Institut komplett unterschiedlich, wer eigentlich verantwortlich ist und wo ich mich hinwenden soll. Bei den Mensen ist das sogar das Studierendenwerk, das nicht einmal zur Uni geh\u00f6rt. Hier w\u00e4re eine Abteilung notwendig, die f\u00fcr Barrierefreiheit an der Uni zust\u00e4ndig ist, damit das dann baulich gepr\u00fcft und sich darum gek\u00fcmmert wird. Aber so eine zentralisierte Struktur fehlt v\u00f6llig. Die einzelnen Anfragen an zahllose Institute gehen h\u00e4ufig im E-Mail-Andrang unter und dann verschwindet man einfach. So f\u00fchlt sich auch niemand wirklich verantwortlich. <br>Wenn jemand aber Pr\u00e4sident_in einer Universit\u00e4t ist, dann tr\u00e4gt die Person eigentlich auch Verantwortung f\u00fcr den Laden und kann nicht immer alles auf die Dekanate der Institute abschieben, die zwar auf den Geldt\u00f6pfen sitzen, aber f\u00fcr die Struktur auch nichts k\u00f6nnen. Die Pr\u00e4sidentin wird gew\u00e4hlt, Verantwortung daf\u00fcr zu \u00fcbernehmen, was an der Uni passiert. Und damit auch daf\u00fcr, wenn gewisse Dinge fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Du meintest, du wirst am SoWi-Institut von Professor_innen oft als \u201aPionierin\u2018 bezeichnet. 2010 sagte Katrin Kienel, ehemalig aktiv in der studentischen Sozialberatung, im Tagesspiegel: &#8222;Hier werden Menschen mit Behinderung immer noch als zu duldende Sonderf\u00e4lle betrachtet.&#8220;<a href=\"#sdfootnote6sym\" id=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a> Wie w\u00fcrdest du diese Aussage f\u00fcr die heutige Situation an der HU einordnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Im Bezug auf meine Erfahrungen mit der Universit\u00e4t hat sich da kaum etwas ge\u00e4ndert. Ich f\u00fchle mich immer als Sonderling und Pr\u00e4zedenzfall. Und wenn ich mich mal nicht als St\u00f6rfaktor empfinde, dann wird es eben merkw\u00fcrdig positiv aufgeladen. Diese Abnormalit\u00e4t, die einem zugeschrieben wird, ist omnipr\u00e4sent. In meiner Orientierungswoche fand auf dem Hof ein Fr\u00fchst\u00fcck statt und ich konnte als einzige_r Student_in nicht teilnehmen, weil ich diesen nicht berollen konnte. Da sa\u00df ich dann im Rollstuhl davor und andere haben mir etwas herausgebracht. Dazu kommen alle Situationen, in denen man eigentlich erst einmal zur Ruhe kommen muss im Angesicht von struktureller Diskriminierung. Zum Beispiel kann man oft die Vorlesungen anfangs gar nicht richtig verfolgen, weil man vorher mit dem Rollstuhl irgendwo h\u00e4ngengeblieben ist und sich so gedem\u00fctigt f\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Der RefRat bietet ja auch eine Enthinderungsberatung an: Bist du dort mit der beratenden Person in Kontakt getreten und wenn ja, wie wurdest du unterst\u00fctzt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Die beratende Person war extrem hilfsbereit, hat aber auch klar gesagt, dass sie selbst nichts veranlassen und keinen Umbau initiieren kann. Es scheitert an der Uni. Die Person konnte mir dennoch moralische Unterst\u00fctzung anbieten, da sie auch im Rollstuhl sitzt, und meinte, dass es besonders wichtig ist, dass Menschen wie sie und ich an der Uni bleiben, um diese Strukturen zu f\u00fcllen. Gerade, wenn ich frustriert bin, wende ich mich an sie, weil sie das als Betroffene ganz anders nachvollziehen kann. Es ist so schade, dass die Menschen, die genau wissen, wie es ist, schwerbehindert zu sein <strong>\u2013<\/strong> dazu geh\u00f6rt auch die Schwerbehindertenbeauftragte <strong>\u2013<\/strong> keine Kompetenzen zugesprochen bekommen. Diejenigen, die diese eigentlich h\u00e4tten, kriegen keine M\u00f6glichkeit, etwas zu ver\u00e4ndern.<br>Deswegen m\u00f6chte ich nochmal ganz deutlich hervorheben, dass weder die Schwerbehindertenbeauftragte der Uni noch andere Angestellten das Problem sind. Das Problem ist ein Strukturelles. Alle Menschen, die mir helfen wollen, sind verzweifelt und genauso w\u00fctend und frustriert wie ich. Dazu ist es ein Witz, dass es nur <em>eine einzige <\/em>Schwerbehindertenbeauftragte an der ganzen Uni gibt <strong>\u2013<\/strong> f\u00fcr 40.000 Studierende. Da wird von oben auch gar nicht differenziert, wie heterogen Behinderungen sind, oder dass z.B. neurodivergente Personen ganz andere Sachen ben\u00f6tigen als ich. Das zeichnet ein falsches Bild der Gesellschaft und den multiplen Formen von Behinderung. Gerade in Hinblick auf die deutsche Geschichte finde ich es um so wichtiger, dass die staatlichen Institutionen sich besonders in der Verantwortung sehen, Inklusionsprozesse umzusetzen. Ich habe nicht das Gef\u00fchl, dass das der Fall ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Warum sollte die Uni kein Interesse daran haben, das zu \u00e4ndern und f\u00fcr mehr Diversit\u00e4t zu sorgen<\/strong><strong>?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Vielleicht ergibt sich f\u00fcr sie ein finanzieller Nutzen <strong>\u2013<\/strong> die Homogenit\u00e4t an der Uni geht ja mit einem gewissen Level an Wohlstand einher. Vor allem Akademiker_innenkinder brauchen weniger staatliche Ressourcen und haben mehr Mittel als Kinder aus armen Familien, oder aus einfachen Arbeiter_innenfamilien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Inwiefern siehst du da einen Zusammenhang zwischen Krankheit, Behinderung und sozio-\u00f6konomischer Herkunft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Ich habe ja in der Kindermedizin gearbeitet und dort h\u00e4ufen sich oft gewisse Erkrankungen oder Verletzungen, z.B. passieren Unf\u00e4lle viel h\u00e4ufiger in Wohnungen, in denen Menschen auf beengtem Raum wohnen. Wenn dort f\u00fcnf Kinder um einen Tisch rennen, passiert es \u00f6fter, dass eine Teekanne umf\u00e4llt und sich ein Kind verbr\u00fcht, als wenn sie genug Platz zum Spielen h\u00e4tten. Das h\u00e4ngt ja alles zusammen. Ich habe das Gl\u00fcck, dass ich sozio-\u00f6konomisch gut aufgestellt bin: W\u00e4re ich das nicht, h\u00e4tte ich mit meiner Behinderung richtig gro\u00dfe Probleme. Alleine von meinem Krankengeld h\u00e4tten mein Freund und ich unsere Miete damals nicht bezahlen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Rechtlich ist Denkmalschutz auch ein gro\u00dfes Thema f\u00fcr die HU. Wie stehst du zu der Behauptung, dass vieles nicht umgebaut werden kann aufgrund des Denkmalschutzes?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Ich finde das ehrlich gesagt schwierig zu glauben. Beispielsweise nehme ich an verschiedenen kulturellen Veranstaltungen teil oder schaue mir gerne Ausstellungen an. Die staatlichen Museen, die hier ja fast alle um die Ecke sind, also das Bode-Museum, das Pergamonmuseum, oder auch das Naturkundemuseum, stellen f\u00fcr mich kein Problem dar. Selbst der Dom hat einen funktionierenden, barrierefreien Eingang. An Kulturangeboten in denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4uden mangelt es nicht. Nur an der Universit\u00e4t wird das Thema merkw\u00fcrdigerweise zu einem Problem. Und selbst, wenn der Denkmalschutz eine H\u00fcrde ist, bin ich der Auffassung, dass hier Menschen vor Geb\u00e4ude gehen. Auch ohne Schwerbehinderung, wenn man sich ein Bein bricht, f\u00fcr Schwangere oder \u00e4ltere Menschen: f\u00fcr all diese Personengruppen ist es ein Problem, wenn die Uni nicht barrierearm gestaltet ist. Die Uni und die Stadt sind doch f\u00fcr diejenigen, die sie nutzen. Denkmalschutz ist dann immer das Totschlagargument und ich kann darauf nicht so viel entgegnen, da ich mich nicht so gut auskenne. Aber es ist nicht meine Aufgabe, mir zu \u00fcberlegen, wie man Denkmalschutz und Barrierefreiheit miteinander kombiniert, sondern die der Uni.<br>Ein weiteres Totschlagargument ist dann das Geld: Das ist insofern widerspr\u00fcchlich, als dass hier Sachen gebaut werden, die gar keinen Sinn ergeben. Sowohl die T\u00fcr\u00f6ffner, die an Stellen geklatscht werden, an die man nicht richtig rankommt, als auch eine Rampe wie am SoWi-Institut sind rausgeschmissenes Geld. Und dann wird mir gesagt, dass Geb\u00e4ude teuer sind. Das erschlie\u00dft sich mir nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Dann m\u00f6chte ich abschlie\u00dfend noch einmal konkret nachfragen: Was w\u00fcrdest du der HU als \u00f6ffentlicher Institution <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong> und somit auch allen Verantwortlichen <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong> zum Vorwurf machen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Ich muss Sachen tun, die meine Gesundheit beeintr\u00e4chtigen, um an dieser Uni studieren zu k\u00f6nnen. Das empfinde ich als explizit diskriminierend, weswegen ich auch Beschwerde beim Landesamt f\u00fcr Diskriminierung eingereicht habe. Und ich greife damit Menschen in Machtpositionen an <strong>\u2013<\/strong> das sind Dinge, die ich als junge Frau eigentlich gar nicht machen m\u00f6chte, mich in meiner Situation aber gezwungen f\u00fchle zu tun. Durch meine Arbeit hoffe ich aber bewirken zu k\u00f6nnen, dass sich etwas ver\u00e4ndert, und dass dieser Prozess zu einer bunteren, inklusiveren Uni f\u00fchrt, an der Studierende, die hier im Rollstuhl studieren m\u00f6chten, nicht unter den gleichen Hindernissen leiden m\u00fcssen. Dass mehr Menschen, die mit verschiedensten Beeintr\u00e4chtigungen herkommen, akzeptiert und inkludiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Nat\u00fcrlich w\u00e4re es sch\u00f6ner, wenn du dir die ganzen Strapazen gar nicht antun m\u00fcsstest. Aber gerade der Kampf um Ver\u00e4nderung an der ganzen Uni erscheint mir als einer, den du auf jeden Fall weiterf\u00fchren m\u00f6chtest.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z: Das ist es auch, was ist mir Hoffnung gibt. Dass ich es schaffen kann, bis zum Ende meines Studiums die Barrierefreiheit im SoWi-Institut durchzusetzen. Ich m\u00f6chte f\u00fcr meine Rechte k\u00e4mpfen, aber auch daf\u00fcr, dass sich an anderen Instituten niemand in der gleichen Situation befinden muss. Man kennt ja diese Prospekte mit Fotos von Studierenden, die Universit\u00e4ten gerne benutzen, um mit der eigenen Diversit\u00e4t zu werben. In solche w\u00fcrde man mich bei Gelegenheit vermutlich auch 20 Mal reinklatschen. Es ist eine erleichternde Vorstellung, dass man diese \u201aRepr\u00e4sentantin\u2018 vielleicht irgendwann nicht mehr sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H: Wir dr\u00fccken die Daumen, dass Lehre und Studium in der Zukunft allen Menschen mit k\u00f6rperlichen wie nicht-k\u00f6rperlichen Behinderungen barrierefrei zug\u00e4nglich sein werden. Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch und viel Kraft f\u00fcr die Zukunft!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"sdfootnote1sym\" href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a> Siehe Antrag, online unter: <a href=\"https:\/\/vertretungen.hu-berlin.de\/de\/stupa\/sitzungen\/2010\/06-11\/3_refrat_barrierefrei.pdf\">https:\/\/vertretungen.hu-berlin.de\/de\/stupa\/sitzungen\/2010\/06-11\/3_refrat_barrierefrei.pdf<\/a> [Letzter Zugriff: 02.03.2023 15:34]<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"sdfootnote2sym\" href=\"#sdfootnote2anc\">2<\/a> Im Antrag ausgef\u00fchrt als Rechtsgrundlagen sind dabei der Artikel drei des Grundgesetzes, \u00a74 Absatz 1 und 7 des Berliner Hochschulgesetzes, das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und \u00a74 des Behindertengleichstellungsgesetzes.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"sdfootnote3sym\" href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a> Siehe Sitzungsprotokoll, online unter: <a href=\"https:\/\/vertretungen.hu-berlin.de\/de\/stupa\/sitzungen\/2010\/06-11\/3_protokoll_stupa_11_06_10.pdf\">https:\/\/vertretungen.hu-berlin.de\/de\/stupa\/sitzungen\/2010\/06-11\/3_protokoll_stupa_11_06_10.pdf<\/a> [Letzter Zugriff: 02.03.2023 15:53]<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"sdfootnote4sym\" href=\"#sdfootnote4anc\">4<\/a> Vgl. Margarete <em>Stokowski, <\/em><em>Bibliothek mit Barrieren<\/em><em>, 15.03.2010. Online unter: <\/em><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/bibliothek-mit-barrieren-6505930.html\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/bibliothek-mit-barrieren-6505930.html<\/a> [Letzter Zugriff: 02.03.2023, 14:13]<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"sdfootnote5sym\" href=\"#sdfootnote5anc\">5<\/a> Der Grad der Behinderung (GdB) wird auf Antrag vergeben und auf einer Skala von 20 &#8211; 100 bemessen, wobei 100 den schwersten Grad vorgibt. Ab einem GdB von 50 gilt man als schwerbehindert und hat Anspruch auf Leistungen, die die gleichberechtigte Teilnahme garantieren sollen.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"sdfootnote6sym\" href=\"#sdfootnote6anc\">6<\/a> Zitiert nach <em>Stokowski, <\/em><em>Bibliothek mit Barrieren, <\/em><em>2010. [Letzter Zugriff: 02.03.2023, 14:13]<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>| von Tea Medar Collot | &#8222;Alle, die mir helfen wollen, sind verzweifelt&#8220;, so beschreibt Zora ihre bisherigen Bem\u00fchungen, an der HU f\u00fcr Barrierefreiheit zu sorgen. Im Interview erz\u00e4hlt sie von fehlenden Verantwortlichkeiten, dem andauernden Kampf um Teilhabe, Kostenfragen und dem allzu gerne zitierten Denkmalschutz.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1074","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1074"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1074\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1124,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1074\/revisions\/1124"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.refrat.de\/huch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}